Große Hitze und sinkende Pegel spielen eine Rolle

von Redaktion

Gesundheitsamt klärt über Probleme beim Trinkwasser angesichts anhaltender Trockenheit auf

Vogtareuth/Eiselfing/Tuntenhausen – Dem personell sehr geforderten Gesundheitsamt fehlten die Kapazitäten für eine sehr schnelle Antwort auf unsere Frage zur häufiger vorkommenden Verkeimung des Trinkwassers. Zügig war das Team um Amtsleiter Dr.Wolfgang Hierl dennoch, gestern Mittag kam die Einschätzung aus dem Gesundheitsamt:

Die Ursache für eine Verkeimung ist laut Gesundheitsamt immer abhängig von der Probenahmestelle. Wird eine Verkeimung an der Wassergewinnung (Brunnen, Quelle) festgestellt, kann durchaus der Klimawandel eine übergeordnete Rolle spielen. Bei lang anhaltenden Trockenperioden tauchen in der Regel zwei Probleme auf.

• Der sinkende Grundwasserspiegel: Hier muss die Pumpe stärker in den unteren Regionen des Brunnens saugen, was zu einer Verkeimung führen kann.

• Lange und teils tiefe Risse im Boden: Hier ist die Durchlässigkeit der Deckschicht beeinträchtigt und die Filterwirkung nicht mehr gegeben. Bedeutet, Regenwasser und jede andere Flüssigkeit kann schneller ins Grundwasser gelangen.

Wird eine Verkeimung im Netz festgestellt, kann diese viele Ursachen haben. Ein Leitungsnetz ist nie zu einhundert Prozent dicht. Auf Grund des Klimawandels und der höheren Temperaturen über eine längere Zeit erwärmen sich die Trinkwasserleitungen im Boden natürlich, stimmt das Gesundheitsamt mit der Auffassung der Wasserversorger überein. „Dies reguliert sich in der Regel über die Abnahme der Verbraucher und einen ständigen Wasseraustausch“, so das Amt.

Sylvia Hampel

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