Grundlagen für ein langes Eheleben sind Toleranz und gegenseitige Achtung

von Redaktion

Flintsbacher Jubelpaar ist seit Jahrzehnten ehrenamtlich im Vereinsleben aktiv – Besonderes Engagement gilt der Bergwacht

Flintsbach/Brannenburg – Das seltene Ereignis der diamantenen Hochzeit feierten Inge und Bernie Birkinger aus Brannenburg. Dekan und Geistlicher Rat Helmut R. Kraus leitete den Pfarrgottesdienst in der Rokkoko-Pfarrkirche St. Martin in Flintsbach. In seiner Predigt ging er auf die seit 60 Jahren bestehende Ehe ein. Grundlage für ein so langes Zusammenleben sei unter anderem Toleranz und gegenseitige Achtung. Das zeichne das Paar im privaten und auch im gesellschaftlichen Leben aus. Unter der Vielzahl von Gratulanten befanden sich auch Bürgermeister Stefan Lederwascher und Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch. Besonders freuten sich die beiden Jubilare über Glückwünsche und einen Blumenstrauß von Landrat Otto Lederer und einen Brief des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Geheiratet haben die Beiden in Brannenburg. Für den damaligen Bürgermeister Lorenz Unker war dies eine der ersten Trauungen seines Amtes. Den kirchlichen Hochzeitssegen gab Pfarrer Georg Reischl.

Aus der Ehe ging eine Tochter hervor, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen jedoch einer Betreuung bedarf. Dennoch schaffte es das Paar in den 60 Jahren seiner Ehe, den größten Teil ihrer umfangreichen Aktivitäten gemeinsam zu gestalten. Sie sind begeisterte Bergsteiger und Skifahrer und auch im Bereich Turnen und Gymnastik aktiv.

Seit vielen Jahrzehnten bringen sie sich im Ehrenamt und im Vereinsleben ein. Bernie ist seit 60 Jahren bei der Bergwacht. Darüber hinaus war er 44 Jahre Mitglied der Lawinenkommission Brannenburg, davon 30 Jahre als Obmann. Er unterstützt die Gestaltung der Seniorennachmittage im Fahrdienst und bereichert die Veranstaltungen durch eigene Vorträge.

Als gelernter Installateur war er 35 Jahre im Klärwerk des Abwasser Zweckverbandes Brannenburg/Flintsbach tätig. Auch seine Ehefrau Inge engagiert sich seit Jahrzehnten in der Bergwacht und gilt inoffiziell als erste aktive Bergwachtfrau. Sie organisiert Reisen für die Turnerinnen der Seniorengymnastik. Befragt nach dem Erfolgsrezept ihrer langen Ehe antwortete das Jubelpaar: „Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und die Gabe, für andere da zu sein“.Johann Weiß

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