Riedering – „Bis auf wenige Restarbeiten sind die Um- und Ausbaumaßnahmen an unseren Sportanlagen abgeschlossen“, strahlt Projektleiter Johann Loferer. Der stellvertretende Vorstand und Jugendleiter hatte zusammen mit Erstem Vorstand Johannes Fischer und Bauleiter Sebastian Loferer im späten Frühjahr vergangenen Jahres die Generalsanierung des Sportplatzes initiiert.
Sie stellten den Gemeinderäten in der Juni-Sitzung 2021 den umfangreichen Maßnahmenkatalog vor und baten dabei um einen finanziellen Zuschuss seitens der Gemeinde in Höhe von 40000 Euro. Bei Gesamtkosten von gut 260000 Euro.
60000 Euro und 600 Stunden vom Verein
Loferer hatte damals erklärt, dass abzüglich der Förderung durch den Bayerischen Landessportverband (BLSV) und das Bundesumweltministerium (BMU) über 100000 Euro ungedeckt verbleiben. Von denen wiederum wolle der Verein 60 Prozent selbst aufbringen und knapp 600 Stunden Eigenleistung mit einbringen. „Und das haben wir auch so hinbekommen“, freut sich Loferer.
„Das Sportheim haben wir vorher als Sportverein eigenständig renoviert und gestemmt, aber diese Maßnahmen waren noch einmal eine andere Hausnummer.“ Bei einem Rundgang über die Sportplatzanlagen im Süden der Gemeinde erklärt Loferer die Einzelmaßnahmen. Am Trainingsplatz und Hauptplatz wurden die bestehenden Flutlichtanlagen von Quecksilberdampflampen auf LED umgestellt. „Damit können wir Spiele und Trainingseinheiten, die in der Dämmerung oder abends stattfinden, besser und umweltfreundlicher ausleuchten.“ Allein diese Maßnahme wurde mit 75 Prozent (BLSV mit 40 Prozent und das BMU mit 35 Prozent) gefördert. Der SV Riedering freut sich, dass die Spezialfirma für LED-Beleuchtung eine Anzeigentafel im Rahmen eines Sponsorings spendierte.
Auch die beiden Gerätehütten an Haupt- und Trainingsplatz wurden neu beziehungsweise ausgebaut. Den größten Posten hat aber die Bewässerungsanlage ausgemacht. „Bisher mussten wir in den Sommermonaten manuell bewässern. Neben dem hohen Zeitaufwand haben wir da sicher Leitungswasser in hohem, unkontrolliertem Maß verbraucht.“ Nun wurde ein 60000 Liter fassender Wasserspeicher, gespeist aus Dachflächen- und Hangwasser, eingebaut. Die Bewässerung wird vollautomatisch gesteuert und berücksichtigt Niederschlag und Wetterprognose. Inklusive Aushub, Dachflächenanschlüssen und Wasserspeicher hat die Bewässerungsanlage knapp 80000 Euro gekostet, „aber das hat sich ausgezahlt.“ Diese Maßnahmen wurden vom BLSV mit 40 Prozent gefördert.
Generalsanierung innerhalb eines Jahres
Binnen eines Jahres habe man die großen Maßnahmen angegangen und erfolgreich abgeschlossen. Dies sei nur dank der guten Zusammenarbeit im Verein, den zahlreichen Helfern und mit der Gemeinde möglich gewesen, betont der Projektleiter. Natürlich habe sich der SV Riedering im Vorfeld bei anderen Vereinen umgesehen, mit Experten gesprochen, Fördermöglichkeiten beim Bayerischen Landessportverband und Bundesumweltministerium bezüglich Fördervoraussetzungen und Förderrichtlinien eruiert, Kostenangebote eingeholt und Förderanträge ausgefüllt.
Bis auf Restarbeiten, wie Malerarbeiten und die Erneuerung von Garagentoren, die eine lange Lieferzeit haben, sind die Sportanlagen fertig. Die umgebauten Sportanlagen kommen bei den großen und kleinen Fußballern gut an. Mal schauen, ob sich das bei der Torausbeute niederschlägt.