Amerang – Dackel sind besondere Hunde: Sie gelten als eigenwillig und schlau, als richtige Persönlichkeiten in der Hunde-Welt. Und als talentiert – eine Image, das sie bei einer Veranstaltung untermauern konnten, deren Name Programm ist: bei der ersten Dackelgaudi in Amerang. Nach zweimaliger coronabedingter Absage konnte die Veranstaltung jetzt endlich stattfinden. Die Vorfreude im Dackelclub Chiemgau bereits beim Planen und Organisieren war groß – und spannend. „Denn wir wollten schon einen Parcours aufbauen, der attraktiv ist“, so sagt es Vorsitzende Justine Betzl aus Amerang.
Attraktive
Strecke aufgebaut
Die Generalprobe zwei Wochen davor war nach ihren Angaben optimal verlaufen. Deshalb fieberten sie und ihr Team dem Tag X entgegen. Den Gedanken an schlechtes Wetter schoben alle beiseite, wahrscheinlich nicht weit genug, denn Tage vorher war die Vorhersage ernüchternd. Wieder absagen? „Wir entschlossen uns, positiv zu denken und für das Durchziehen. Und es war die richtige Entscheidung“, freut sie sich.
Morgens um 8 Uhr ging es an das Aufbauen des Parcours und der Rennstrecke. Zügig kamen dann die Teilnehmer mit ihren Hunden, meldeten sich an, zeigten den Impfpass ihres Lieblings und bekamen ihre Startnummer.
Erfreulich war nach Angaben von Betzl, dass alle Haararten, ob Rauhaar, Kurzhaar oder Langhaar, vertreten waren. Auch das Alter des Hundes spielte keine Rolle, die Spanne reichte von acht Monaten bis neun Jahren. Die Schirmherrschaft hatte Christian Baron von Stackelberg übernommen, der mit seiner Frau Silke die ersten drei Pokale stiftete. Als Trostpreis gab es einen originalen Wackeldackel mit Zertifikat, gespendet von Familie Kollmannsberger vom Regionalmarkt Prien.
Der Zweite Vorsitzende Tobias Rechenmacher übernahm die Moderation und startete das Rennen. Damit alle 20 Hunde wussten, wie der Parcours gelaufen werden muss und wann es „Strafsekunden“ gibt, absolvierte Bessi mit Frauchen Justine den Vorlauf. Bei manchem Gespann ging es ganz schnell, bei anderen nicht, da der ein oder andere Vierbeiner einfach nicht durch den Ring springen oder durch den Tunnel laufen wollte. Der Eierlauf wurde für den Hundeführer etwas einfacher gestaltet, denn das Holzei lag auf einem kleinen Schöpflöffel, und in welcher Hand das Ei getragen wurde, konnte der Zweibeiner selbst bestimmen. Überraschenderweise ließen sich alle Hunde gerne im Schubkarren zur Rennstrecke fahren, berichtet Betzl. Während die Hunde erholt auf den Start warteten, liefen Frauchen und Herrchen schon manchmal „schnaufend“ zum Ziel, um ihren Vierbeiner in Empfang zu nehmen, sagt sie schmunzelnd.
Schäferhundeverein
übernahm Bewirtung
„Heilfroh waren wir, als die letzten zwei Starter, bei denen es bereits zu tröpfeln begann, ihren Lauf beendet hatten und wir uns dem gemütlichen Teil widmen konnten“, berichtet der Vorstand. Die Bewirtung übernahm der Schäferhundeverein Amerang, Mitglieder spendeten Kuchen. Dass die Dackelgaudi so erfolgreich war, verdankt der Verein nach eigenen Angaben auch dem Organisationsteam um Bettina Dempf, Christina Bissinger, Matthias Heisters und Tobias Rechenmacher. re/duc