Eggstätter Kita wird neu gebaut

von Redaktion

Grundriss und Außenanlagen auf jüngster Gemeinderatssitzung vorgestellt

Eggstätt – „Es ist ein symmetrisches Gebäude“, erklärt Geschäftsführer Bernd Ruth vor dem Gemeinderat. Die Kindertagesstätte, die als Massivbau in Mauerwerk und Stahlbeton geplant ist, wird zwei Geschosse bekommen. „Im Obergeschoss kommen zwei Kindergartengruppen unter.“ Auf der rechten und linken Seite des Gebäudes sollen die Gruppenräume Platz finden. In der Mitte werden die Ruheräume positioniert. Die gleiche Aufteilung soll auch im Erdgeschoss umgesetzt werden. Dort sollen dann aber die Kitakinder untergebracht werden.

48 Quadratmeter für
Essen und Bewegung

Zusätzlich zu den Gruppenräumen soll es noch einen Speise- und Bewegungsraum, die jeweils 48 Quadratmeter groß sind, geben. Dabei könne der Speiseraum multifunktional genutzt werden, so Ruth. Im hinteren Teil des Gebäudes werden die Sanitäranlagen, die Umkleiden und Duschen sowie Lager- und Aufenthaltsräume liegen.

Eine Überraschung habe es in Sachen Außengrenzen gegeben, so Bürgermeister Christian Glas (Freie Bürger). Eine genaue Ausmessung der Grundstücksfläche habe gezeigt, dass die Grenze woanders als eigentlich angedacht verlaufe. Dieser Fehler sei aber korrigiert worden. „Auswirkungen auf die Planungen hatte das nicht“, so der Rathauschef.

Das rund 35 Meter lange, 14 Meter breite und rund acht Meter hohe Gebäude biete Platz für 75 Kinder, erklärt Glas. Dabei geht die Verwaltung derzeit von 25 Krippenkindern aus, die zwischen null und drei Jahre, und 50 Kindergartenkindern, die zwischen drei und sechs Jahre alt sind. Aufgrund des Brandschutzes muss an der westlichen Außenseite des Gebäudes eine Treppe entstehen. Auch eine Rutsche wird dort gebaut. So können die Kindergartenkinder zum Spielen direkt nach draußen rutschen.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage – die Gemeinde Eggstätt kämpft derzeit gegen einen Umweltschaden in Natzing an – wurden die Gebäudeplanungen bei der vergangenen Gemeinderatssitzung entsprechend angepasst. Derzeit geht die Gemeinde von drei Millionen Euro Eigenanteil, einer Förderung von 1,7 Millionen Euro und damit von Gesamtkosten von knapp fünf Millionen Euro aus. Entsprechend gab es keine Nachfragen zum Bauvorhaben und der Gemeinderat stimmte den derzeitigen Planungen einstimmig zu.

Für die Erschließung des Grundstücks soll ein neuer Weg, der Schwester-Emerentia-Weg, entstehen. „Der Weg ist eine Einbahnstraße und kann nur von der Obinger Straße und nicht vom Mühlenweg befahren werden“, sagt Geschäftsführer Ruth. Er verläuft dann auf der Nordseite des geplanten Gebäudes. Zu dem Weg hatten die Eggstätter Grünen einen Antrag gestellt: Die Gemeinderäte wollten über die Ausbaukosten des Wegs informiert werden. Die Verwaltung plant derzeit mit rund 200000 bis 250000 Euro.

„Zur Kostenminimierung des Haushaltes soll mit einem Ausbau des Schwester-Emerentia-Weges erst mit dem Baubeginn Neubau Kindergarten/Kinderkrippe Mühlenweg begonnen werden“, ist die zweite Forderung des Antrags. Damit möchte die Fraktion sicherstellen, dass, sollte der Neubau aufgrund der angespannten Haushaltssituation nicht zustande kommen, keine unnötige Flächenversiegelung stattfindet, so Katharina Weinberger (Grüne) über die Beweggründe.

„Wir haben das Thema bereits im Bauausschuss besprochen“, sagt Hans Plank (CSU), Zweiter Bürgermeister. Dort hätten sich die Mitglieder darauf geeinigt, dass nur ein neuer Weg entsteht, wenn auch gebaut wird. Dabei lege sich der Gemeinderat aber nicht auf ein bestimmtes Bauvorhaben fest. Nachher fälle der Gemeinderat einen Beschluss, der ihn am Ende noch behindere, meint Plank.

Einstimmig stimmten die Gemeinderäte dafür, dass der Schwester-Emerentia-Weg nur gebaut wird, wenn auf dem Grundstück auch ein Bauvorhaben umgesetzt wird.

Kinder ziehen in
Grundschule um

Wenn mit dem Neubau des Kindergartens begonnen wird, müssen die Kinder aus dem derzeitigen Gebäude ausziehen. Der eingruppige Kindergarten am Mühlweg wird während der Bauphase in der Grundschule Eggstätt unterkommen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gemeinderäte bereits im Sommer. Damit ein Umzug in die Grundschule funktioniert, muss die Verwaltung kleinere Umbauten und eine Nutzungsänderung vornehmen. „Ende August kam vom Landratsamt die Genehmigung“, sagt Bürgermeister Glas. „Jetzt kann umgebaut werden.“

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