Nachruf

von Redaktion

Halfing – Zu Grabe getragen wurde auf dem Halfinger Friedhof im Alter von 91 Jahren Albert Schmid, vielen Einheimischen besser bekannt als „Schleifer-Albert“ aus Forchtenegg.

Nach einem von Pater Paul feierlich gestalteten Gottesdienst, der von Schwiegertochter Carola musikalisch umrahmt wurde, begleiteten viele Halfinger und auch die Marianische Männerkongregation mit ihrer Fahne den Verstorbenen auf seinem letzten Erdenweg.

Albert erblickte 1931 als Jüngstes von acht Kindern in Forchtenegg das Licht der Welt. Schon mit acht Jahren musste er Arbeiten auf dem elterlichen Hof übernehmen, da sein zwölf Jahre älterer Bruder Sepp als Soldat eingezogen wurde.

Bereits in seiner Kindheit liebte er Tiere und die Landwirtschaft. In der Schule gefielen ihm besonders Gedichte, die er gerne auswendig lernte und sein ganzes Leben lang rezitieren konnte. Nachdem sein Bruder nicht aus dem Krieg zurückkehrte, übernahm er unter schwierigen Bedingungen den elterlichen Hof, der erst sehr viel später an das Strom- und Wassernetz angeschlossen wurde.

1966 heiratete Albert die Landwirtstochter Resl Weinzierl aus Erlachmühle bei Pietzing, der Ehe entstammen die Söhne Albert, Peter und Franz. Der Verstorbene war ein sehr gläubiger Christ, der bereits 1949 der Marianischen Männerkongregation und 1957 dem Dritten Franziskanischen Orden beigetreten war.

Über viele Jahrzehnte war er in der Pfarrei Halfing als ehrenamtlicher Caritas-, als Kollektensammler und als Laternenträger bei Beerdigungen aktiv. Der Sonntagsgottesdienst und das Rosenkranzgebet waren ihm sehr wichtig.

Als sich der Gesundheitszustand von Albert, der an Parkinson litt, und seiner Frau so verschlechterte, dass die Pflege durch ihren Sohn Albert nicht mehr zu bewältigen war, zogen beide in das Seniorenheim der AWO in Traunreut. Dort waren sie in der Nähe ihres Sohnes Franz und seiner Frau Birgit sowie den beiden Enkeln Marinus und Severin.

Nach dem Tod seiner Frau vor einem Jahr wollte Albert seine letzten Jahre zu Hause verbringen und kehrte wieder nach Forchtenegg zu seinem Sohn Albert zurück. Durch seinen wachen Geist war er trotz schwerer körperlicher Einschränkungen stets guter Dinge und las bis zuletzt die Tageszeitung sowie religiöse Bücher.

Er war beliebt durch seine humorvolle, ruhige und tiefsinnige Art sowie seine Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit. Am Grab erinnerte auch die Marianische Männerkongregation Altötting an Albert, der seinem Glauben ein Leben lang treu blieb. böp

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