Neuer Ortskern für Obing

von Redaktion

Erste Vorschläge zur Umgestaltung der ehemaligen B304

Obing – In der Sitzung des Gemeinderates Obing stellten Susanne Dorner und Michael Heintz vom Stadtplanungsbüro „Plankreis“, das von der Gemeinde Obing zur Ausarbeitung eines Konzepts zur Umgestaltung der ehemals innerörtlichen B304 beauftragt worden war, erste Denkansätze für die Schaffung einer neuen Ortsmitte vor.

Ausgangspunkt der Überlegungen der Planer waren die Ergebnisse der Bürgerbefragungen und Wirtshausgespräche im Rahmen der Erstellung des Interkommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) für die Gemeinde Obing. Daraus ergaben sich die bevorzugt zu bearbeitenden Themenschwerpunkte, Schaffung von Plätzen mit hoher Aufenthaltsqualität, dabei vor allem den Rathausplatz betreffend mit der Kienberger Straße, im Besonderen vor der Kirche, der Umgang mit der Fahrbahn der Durchgangsstraße und mit den Parkplätzen im Ortszentrum und die Erfordernis einer stärkeren Vernetzung der Fußwege.

Attraktiver
Rathausplatz

Bereits intensiver hatten sich die Planer mit der Frage der Fahrbahnbreite der neu zu gestaltenden Durchgangsstraße beschäftigt. Die Straße ist unterschiedlich breit. Die Fahrbahn misst an mehreren Stellen nur 6,50 Meter. Doch gibt es auch Bereiche mit über acht Metern Fahrbahnbreite.

Die Planer plädierten für einen Lösungsansatz, bei dem an vielen Stellen die Fahrbahnbreite reduziert wird, gleichzeitig Platz und Straße „gemischt“ werden, Bereiche in den Straßenverlauf integriert werden, die mehr Aufenthaltsmöglichkeiten bieten und andere, die Begegnungsverkehr breiterer Fahrzeuge ermöglichen.

Dem Einwand von Gemeinderat Toni Hoiß (CSU), die Feuerwehr müsse jederzeit die Straße passieren können, hielt Dorner entgegen, dass es im Verlauf im Ortszentrum genüge, wenn es einige breitere Stellen zum Ausweichen gebe. Heintz ergänzte: „Wenn wir nirgends die Fahrbahn verengen, können wir keine Veränderungen in Richtung von mehr Aufenthaltsqualität im Straßenraum vornehmen.“ Zu den angedachten Platzbereichen wurden in der Gemeinderatssitzung Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt. Der Rathausplatz sollte nach Meinung der Planer der zentrale Treffpunkt in der Ortsmitte sein und vorrangig in seiner Aufenthaltsqualität verbessert werden. Eine Verbindung für Fußgänger über die Kienberger Straße zur Kirche sei dringend notwendig. Für die Größe des, beispielsweise durch Pflasterung, hervorgehobenen Platzbereichs seien unterschiedliche Varianten denkbar. Ein weiterer wichtiger Punkt bei den Überlegungen der Planer war die Einmündung der Kienberger Straße in die ehemalige B304. Hier sehen sie die Möglichkeit, die Kreuzung zu einem Platz aufzuweiten.

Ein Beschluss im Rat erfolgte nicht. Im nächsten Schritt wird der Stand der Denkansätze zum Gestaltungskonzept auf der Bürgerversammlung am heutigen Donnerstag, im Gasthaus „Beim John“ in einem größeren Kreis der Öffentlichkeit vorgestellt.

Maßnahmen sollen
2023 beginnen

Im Oktober und November soll laut Zeitplan des Planungsbüros das Gestaltungskonzept mit Beteiligung interessierter Bürger ausgearbeitet werden. Die genaue Planung für die Umsetzung der Umgestaltungsmaßnahmen und die ebenfalls anstehende Erneuerung der Versorgungsleitungen aller Art im Bereich der alten B304 ist für das Jahr 2023 vorgesehen, sodass die Baumaßnahmen spätestens zu Beginn des Jahres 2024 starten können.igr

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