Mahnwache gegen den Wolf

von Redaktion

Almbauern am Hocheck setzen ein Zeichen gegen das Wildtier

Oberaudorf – „Europa der Wölfe oder Europa der Weidetiere? Hat die Weidetierhaltung noch ein Zuhause in Europa?“ Unter diesem Motto wurden in ganz Europa über 500 Mahn- und Solidaritätsfeuer entfacht, in unserer Region am Hocheck in Oberaudorf.

Teilgenommen haben viele Schafhalter und Vertreter des bayerischen Bauernbundes und der Kommunalpolitik. „Die Schafhaltung ist in Jahrhunderten zum Kulturgut unseres Heimatlandes geworden.“ Darin waren sich alle einig. Kreisbäuerin Katharina Kern erklärte: „Wir müssen den Erhaltungszustand des Wolfes neu bewerten. Schweden macht es uns vor.“ Denn die Populationen der Wolfsrudel explodierten derzeit regelrecht. Sepp Steinmüller, BBV-Ortsobmann Oberaudorf, stellte die Umweltfunktion der Bauern heraus, die mit ihrer Arbeit für Artenschutz und grüne Weiden stehen.

Die Schafszüchter fanden am Hocheck besonders deutliche Worte, so stellvertretend Alex Mayer, Erster Vorstand der Schafhaltervereinigung Rosenheim, und der örtliche Schafhalter Andreas Sigl: „Zäune, Hirten und Herdenschutzhunde sind weder bezahlbar noch eine praktikable Alternative in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft mit Freizeitsportlern, Erholungssuchenden und Tourismus.“

So mussten einige Schafhalter ihre Herdenschutzhunde wieder abgeben, da sich Anlieger wegen des Gebells beschwerten und Hunde von Touristen in Konflikt mit den Herdenhunden kamen.

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