Nachruf

von Redaktion

Wildenwart – Konrad Huber aus Bachham bei Prien verstarb kürzlich im Alter von 87 Jahren. Pfarrer Gottfried Grengel leitete den Trauergottesdienst für den Verstorbenen. Die Trauerfeier fand in der Wallfahrtskirche von St. Salvator statt.

Wie Pfarrer Grengel erinnerte, kam Huber als fünftes von neun Geschwistern in Prien zur Welt. Er besuchte die Volksschule von Wildenwart und mit 15 Jahren begann er eine Maurer-Lehre bei der Firma Voggenauer in Prien. Aus gesundheitlichen Gründen wechselte er 1960 zur Deutschen Bundesbahn und zwei Jahre später zur Deutschen Bundespost. Dort war er bis zur Pensionierung als Posthauptschaffner beschäftigt, ehe er dann tatkräftig seinem Sohn beim Aufbau des Milchschafbetriebs bis ins hohe Alter zur Seite stand.

Der Ehe mit seiner Frau Elisabeth im Jahr 1964 folgten Geburten von zwei Kindern und vier Enkelkindern. „Das Familien-Wohlsein war dem Konrad ein höchstes Anliegen“, so der Geistliche.

Ein weiteres Anliegen war dem Verstorbenen das Gemein- und Vereinswesen. Darauf wies am Grab der Zweite Priener Bürgermeister Michael Anner junior hin: „1970 rückte Konrad Huber in den Gemeinderat von Wildenwart nach, er gehörte ihm bis zur Gebietsreform 1978 an.“

Konrad Huber war auch Ehrenvorsitzender der Feuerwehr von Atzing. Bereits 1953 trat er aktiv der Atzinger Wehr bei, sechs Jahre war er Kassier und zehn Jahre war er Vorsitzender.

Fast 70 Jahre gehörte Konrad Huber dem Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing an. Auch der Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“ hatte guten Grund zum Danke-Sagen. Seit dem Wildenwarter Gaufest 1973 war Konrad Huber dort Mitglied.

Auch der Musik war er sehr verbunden. Huber gehörte der Wildenwarter Blaskapelle seit deren Gründung im Jahr 1955 an, spielte dort 45 Jahre aktiv mit und wurde so vom Musikbund Ober- und Niederbayern geehrt. Auch der Veteranenverein Wildenwart bedankte sich für die jahrzehntelange Vereinstreue.

Die musikalische Gestaltung der Trauerfeierlichkeiten übernahmen in der Kirche von St. Salvator das Chiemsee-Winkl-Trio sowie beim Trauermarsch und im Friedhof die Wildenwarter Blaskapelle.

Neben den genannten Vereinen waren auch noch die Schafhaltervereinigung, der Rauchclub und der Hufeisenverein mit ihren Fahnen zugegen. hö

Artikel 1 von 11