35 Meter hoher Hochzeitsbaum in Pfraundorf aufgestellt

von Redaktion

Alter Brauch für Maria Unterlinner und Johannes Antretter

Raubling – Kräftige Männer an den „Schweiberln“, um einen Baum per „Irxenschmoiz“ aufzustellen, erlebt man für gewöhnlich nur am Maifeiertag. Nicht so im Raublinger Ortsteil Pfraundorf. Dort war ein alter Brauchtum der bodenständigen Art am vergangenen Wochenende zu bewundern.

Ein 35 Meter langer Hochzeitsbaum wurde für das angehende Brautpaar vom „Heißn“-Anwesen in Pfraundorf von etwa 30 starken Männern, bestehend aus Freunden, Nachbarn und Pfraundorfer Jungbauernschaftsmitgliedern, als Brauchtumszeichen vor dem Anwesen unter dem Kommando vom „Dobler“, Klaus Artmann, in die Höhe gehievt.

Nachbar Philipp Moosner stiftete die prächtige Fichte. Für die Zierde mit grünen Kränzen waren geschickte Damenhände verantwortlich.

Der Hochzeitsbaum bleibt entweder ein Jahr stehen oder so lange, bis sich bei dem Brautpaar Maria Unterlinner aus Pang, eine Klarinettistin der Wasener Musi, und dem „Heißei“, Johannes Antretter, ehemaliger Vorsitzender der Pfraundorfer Jungbauernschaft, Nachwuchs einstellt.

Nach altem Brauchtum klang am Abend die Feierlichkeit, der etwa 170 Personen beiwohnten, mit einer Nachthochzeit im eigens aufgestellten Zelt neben dem Hof gebührend aus.

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