Riedering – Für die Folgeausstellung „Von Hohenlinden bis Salzburg – Neue Funde und Erkenntnisse“, die sich um Napoleons Truppen in Riedering vor über zwei Jahrhunderten dreht, erhielt Ausstellungsmacher Markus Müller aus den Händen vom Geschäftsführenden Obmann, Professor Dr. Kurt Mitterer, vom Salzburger wehrgeschichtlichen Museum, das Erinnerungskreuz in Bronze verliehen. Der österreichische Verein, der sich seit über 20 Jahren der Salzburger Militärgeschichte widmet, besuchte nun die Ausstellung in Riedering.
Der Hobby-Historiker Müller hat zwei Ausstellungen über Napoleons Truppen in seiner Heimat eigenständig konzipiert, Fundstücke teilweise selbst ausgegraben oder ersteigert. Und er bietet Führungen an. Ging es in der ersten Ausstellung um die Kämpfe österreichisch-bayerischer gegen französische Truppen rund um Riedering und Stephanskirchen, so setzt die Folgeausstellung im Riederinger Sitzungsgebäude ihren Akzent auf die Rheinarmee um 1800, die quer durch Südostbayern marschierte.
Seien es die Steinsäulen, die bei Altenmarkt bei Neubeuern und am anderen Flussufer bei Raubling an den Innübertritt der Franzosen am 9. Dezember 1800 erinnern, sei es die Metallfahne mit Kanonenkugel am Rosenheimer Mittertor beim Schuhhaus Reindl oder das Votivbild in der Stephanskirchener Kirche – die Monumente sind Zeugnisse der Heimatgeschichte.
Die „Armee du Rhin“ , die nach der Schlacht von Hohenlinden über Stephanskirchen und Seeon-Seebruck nach Salzburg marschierte, wurde von General Jean-Victor Moreau (1763-1817) angeführt. Dieser errang am 3. Dezember 1800 den entscheidenden Sieg bei Hohenlinden und führte zunächst den Waffenstillstand von Steyr am 25. Dezember und dann den Frieden von Luneville herbei. Der am 9. Februar 1801 unterzeichnete Friedensschluss bestätigte den Rhein als Grenze zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. 63000 Quadratkilometer Land und 3,5 Millionen Menschen fielen damit an Frankreich.
Die Ausstellung in Riedering läuft noch bis Samstag, 29. Oktober. Weitere Informationen zu Führungen und Terminen gibt es unter www.riedering.de/aktuelles. Alles über die Schlacht von Hohenlinden ist beim Verein Hohenlinden 2000 samt Museum und Radweg unter www.schlachtvonhohenlinden.de zu finden.elk