Bad Endorf – Im 93. Lebensjahr verstarb Elisabeth Lederwascher und fand auf dem Friedhof in Bad Endorf ihre letzte Ruhestätte.
Elisabeth Lederwascher wurde 1929 im niederbayerischen Nesselbach als Jüngste von zehn Kindern geboren. Aufgrund des Krieges war es ihr nicht möglich, eine Ausbildung zu machen. So half sie dem Vater in der Schreinerei, bis sie sich 1949 von Niederbayern mit dem Radl auf den Weg zu ihrer Schwester in den Chiemgau machte, die dort verheiratet war, um Arbeit zu suchen. In Prien fand sie dann eine Anstellung in einem Haushalt. In Prien lernte sie auch ihren Mann Franz Josef kennen. 1950 läuteten die Hochzeitsglocken und das junge Paar zog nach Bad Endorf, wo ihr Mann einen kleinen Herrensalon betrieb. Zwei Söhne, Ludwig und Albert, vergrößerten die Familie.
Elisabeth Lederwascher arbeitete später in einer Wirtschaft in Eggstätt, kümmerte sich um Haushalt und Kinder. Die hervorragende Köchin bekochte auch gern ihre vier Enkel und vier Urenkel. 1981 verstarb bereits ihr Ehemann.
Sie gehörte über 60 Jahre dem Schützenverein an, war eine eifrige Schützin, wurde Schützenkönigin und Ehrenmitglied der Schützengesellschaft. 58 Jahre war sie auch Mitglied bei der Sterbekasse des Rauchclubs Endorf. Lisbeth, wie sie liebevoll von Freunden genannt wurde, lebte die letzten Jahre im betreuten Wohnen, so gut es ging selbstständig, hielt sich mit dem Heimtrainer fit und machte auch im hohen Alter noch kleine Besorgungen mit dem Rollator.
Eine große Trauergemeinde nahm von ihr Abschied. Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair hielt in der Pfarrkirche St. Jakobus den Trauergottesdienst und vollzog die Einsegnung der Urne. Der Rauchclub und die Schützengesellschaft nahmen mit Nachrufen und Fahnenabordnungen am Grab Abschied, als drei Böllersalven über den Friedhof hallten. amf