Schnaitsee – Ein gutes Pilzgericht, egal ob als Suppe oder gebraten mit Eiern aufs Brot, wird erst interessant im Geschmack durch seine Vielfalt. Wer in der Lage ist verschiedene Pilze für sein Gericht zu verwenden, wird schnell Freude an den Nuancen der Pilze finden.
Miteinander
kombinierbar
Christine Lechner, Pilzberaterin der Gemeinde Schnaitsee im Bund Naturschutz, kennt interessante Kompositionen. Sie ist nicht nur in der Pilzkunde bewandert, sondern auch als Köchin weiß sie die gute Küche zu schätzen und das gibt sie den Teilnehmern der Pilzwanderungen mit. Pilzfindung bedeutet zunächst natürlich Pilzerkennung. Es macht Spaß, im Wald an der frischen Luft auf „Schwammerlpirsch“ zu gehen. Die Freude ist umso größer, wenn nicht nur ein ungenießbares Exemplar das Auge täuscht. „Lernt also durch oftmaliges Üben, die Ungenießbaren von den Köstlichen zu unterscheiden“, lautete das Credo von Christine Lechner und Alois Dirnaichner vom Bund, der die Pilzberaterin bei ihrer Arbeit unterstützte.
Doppelgänger oder ähnlich aussehende Pilze verderben nicht nur den Magen, sie können auch ein böses Ende bereiten. An dem Wochenende gab es reichlich Gelegenheit, verschiedene Pilze kennenzulernen. Für die Schirmlinge, Perlpilze und die gefährlichen Doppelgänger Porphyrbraune Wulstling und Knollenblätterpilze, nahm sie sich viel Zeit und scheute auch mehrmalige Wiederholungen nicht.
Bei den Champignons wies die Fachfrau Christine Lechner auf deren unangenehme Eigenschaften hin. Diese sammeln Schwermetalle wie Kadmium. Sie sind also nicht gut wie zum Beispiel die verschiedenen Pfifferlinge, Reizker oder der einzig genießbare, weißmilchende Mohrenkopfpilz. Viele andere Lamellenpilze wurden sehr detailliert beschrieben.
Freude am
Röhrenpilz
Bei den Röhrenpilzen machten Steinpilz, Birkenpilz, Kuhrröhrling und Hexenröhrlinge das Rennen. Die Freude war jedem anzusehen, wenn Mann oder Frau eines dieser Exemplare in sein Körbchen legte.