Bad Endorf – Die Feuerwehr Bad Endorf blickte bei der Jahresversammlung auf die Wahl des neuen Kommandanten mit zwei neuen Stellvertretern, die Anschaffung zweier neuer Einsatzfahrzeuge, die in Rekordzeit geplant und umgesetzt wurde, sowie die aufreibende Hochwassernacht zurück.
Anwesend waren Ehrenkommandant Werner Danzer, Bürgermeister Alois Loferer und Kreisbrandmeister (KBM) Manfred Gierlinger. Kommandant Reinhard Kristen und Vereinsvorsitzenden Michael Maier begannen mit ihren Berichten.
Zwei Unwetter
binnen weniger Tage
„Das Jahr 2021 war in vielerlei Hinsicht ganz speziell“, erklärte Kristen. Die Endorfer Einsatzmannschaft war mit zwei Unwettern in binnen weniger Tage und der bundeslandübergreifenden Hilfe extrem ausgelastet. Insgesamt 189 Einsätze tätigte die Feuerwehr 2021. Davon 32 Brandeinsätze, zwei Sicherheitswachen und 155 Technische Hilfeleistungen, auch aufgrund von Unterwetter, die zum Großteil in Bad Endorf und in Halfing abzuarbeiten waren.
Der Unimog-Rüstwagen befand sich beim örtlichen Unwetter mit dem Landkreis-Hilfeleistungskontingent im Ahrtal bei Rheinland-Pfalz. Dadurch konnten im Katastrophengebiet die Öltanks betroffener Häuser aufgeschnitten und zum Abpumpen vorbereitet werden. Im Herbst mussten der Logistik-Lkw und der Mannschaftstransportwagen bis Jahresende ersatzbeschafft werden. Durch Unterstützung der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat erhielt die Wehr in Rekordzeit Ersatzfahrzeuge.
Das Vereinsleben und der Übungsbetrieb 2021 gestalteten sich für die aktuell zwölf weiblichen und 68 männlichen Aktiven pandemiebedingt anspruchsvoll. „Neben der Geselligkeit braucht es die regelmäßigen Übungen, um im Ernstfall schnell und sicher Hilfe leisten zu können. Vieles wurde zu einem frühen Zeitpunkt über Online-Treffen besprochen. Später konnten fixe Kleingruppen über die Woche verteilt am Feuerwehrhaus üben, jeweils unter Beachtung der aktuellen Empfehlungen der Kreisbrandinspektion und einem ausgearbeiteten Hygienekonzept“, so der Kommandant.
Schriftführer Klaus Kögl fasste das Jahr von Oktober 2021 bis Oktober 2022 zusammen. Der Bürgermeister griff den Begriff „Festlrückstand“ auf: „Geselligkeit und die gelebte Gemeinschaft, das kam im vergangenen Jahr zu kurz. Aber bei den beeindruckenden Einsatzzahlen sieht man, wie gut die Bad Endorfer Feuerwehr funktioniert. Ein Gaufest oder die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der TSV-Fußballabteilung wären ohne die Unterstützung der Feuerwehr schwer umsetzbar gewesen.“
Dem schloss sich Gierlinger an. Positiv sieht Jugendwart Paul Katzschke die zusammengelegte Feuerwehr-Grundausbildung: „Alle vier Ortsfeuerwehren bilden nun gemeinsam aus. Auch hier lernt man sich schon früh standortübergreifend kennen, was gut und wichtig für die spätere Zusammenarbeit im übergreifenden Einsatzgeschehen ist.“
Zwölf Ehrungen und
15 Beförderungen
Auf der Tagesordnung standen zwölf Ehrungen und 15 Beförderungen. Johann Loitfelder wurde für 30 Jahre, Alexander Danzer und Josef Moosbauer für 35 Jahre sowie Helmut Moser für 45 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Eine Beförderung zum Löschmeister erhielten Simon Feichtner und Sebastian Volkert. Neue Oberlöschmeister sind Erwin Freese und Alexander Ziegler.
Der Landesfeuerwehrverband Bayern, die Kreisbrandinspektion und die Marktgemeinde zeichneten das Autohaus Obermaier und Bichlmeier für die Unterstützung ihrer „Feuerwehrmitarbeiter“ aus. Abschließend wurden die ehemaligen Kommandanten Mario Kögl und Alexander Danzer für 32 beziehungsweise 24 Jahre geehrt.amf