Gelungener Start des Dreiakters „Links, Rechts, Gradaus“ in Stephanskirchen

von Redaktion

Regisseur Bernhard Stanek beweist mit Stück ein glückliches Händchen – Geschichte dreht sich um Politik in einer Kleinstadt

Stephanskirchen – Ein glückliches Händchen bewies Regisseur Bernhard Stanek mit der Auswahl des Dreiakters „Links, Rechts, Gradaus“ von Werner Asam. Es schien den Schauspielern der Theatergemeinschaft Stephanskirchen auf den Leib geschneidert worden zu sein.

Die Geschichte spielt in der Prinzregentenzeit und Ähnlichkeiten der Handlung zum Heute sind natürlich durchaus beabsichtigt. Am Ort des Geschehens regiert die Zentrumspartei unangefochten mit absoluter Mehrheit. Doch bei jeder Wahl gibt es doch tatsächlich eine sozialdemokratische Stimme.

Natürlich ist in der Kleinstadt bekannt, wer denn da der Unverbesserliche ist. Nun ist der alte Querkopf beerdigt und damit das Problem endgültig aus der Welt geschafft. So hofft man zumindest. Doch bei seiner Hinterlassenschaft findet sich ein Brief, der Bürgermeister Singhammer (Rudi Durst) in arge Verlegenheit bringt. Soll er doch das Ergebnis eines Seitensprungs seiner „Mahm“ (Irmgard Bickel) mit dem Alten sein.

Dieser verlangt in dem Brief, dass Bürgermeister Singhammer an seiner Stelle künftig die „rote“ Stimme abgibt. Als bei der nächsten Wahl statt eines lupenreinem Ergebnisses, doch als wieder eine sozialdemokratische Stimme auftaucht, beginnt die Gerüchteküche zu brodeln.

Zeugen wollen den Notar Holzinger (Christian Ladner) am Grab des Verstorbenen gesehen haben. Empört stellt dieser den Bürgermeister zur Rede, der daraufhin gesteht und seinen Rücktritt anbietet.

Durch den Skandal platzt jedoch die Verlobung seiner Tochter Eleonore (Veronika Sinnesbichler) mit dem Apotheker Dr. Joseph Held (Raphael Opperer). Doch Peter Hauensteiner (Wast Lechner), Beauftragter der Zentrumspartei in München, bringt unerwartet eine Wende.

Es bleibt also spannend in der Kleinstadtpolitik mit „Links, Rechts, Gradaus“. .ps

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