Nachruf

von Redaktion

Atzing/Wildenwart – Die Ortsvereine von Atzing und Wildenwart haben mit dem Tod von Frank Dirmeier aus Atzing ein aktives und treues Mitglied verloren. Dirmeier, der mit Vornamen hauptsächlich Michael genannt wurde, verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren. Diakon Erwin Brader aus Rosenheim erinnerte bei der Trauerfeier in der Pfarrkirche „Christkönig“ Wildenwart an das Leben und Wirken des Verstorbenen. „Der Miche hatte stets eine offene Tür für seine Familie und hatte kein einfaches Leben“ – so begann der Diakon. Zur Welt kam Michael Dirmeier in der Nähe der belgischen Stadt Lüttich, bereits nach wenigen Wochen kam er von seinen Eltern und von seinem Bruder Sepp weg. Er fand 1945 bei Wolfgang und Maria Dirmeier in Atzing eine neue Familie, dort erlernte er auch das Bäckerhandwerk. Als 1970 die Bäckerei Dirmeier aufgegeben wurde, wechselte er zur Firma Akustikbau Heinrich. Nach der Hochzeit 1970 mit seiner Frau Berta erfreute er sich an vier Kindern (davon Drillinge) und an den Enkelkindern.

Neben der Familie waren ihm die Ortsvereine von großer Wichtigkeit. Jeweils 61 Jahre lang war Michael Dirmeier Mitglied bei den Trachtlern, Feuerwehrlern und Schützen aktives und förderndes Mitglied. Für den Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing erinnerte Vorsitzender Anton Hötzelsperger, dass Michael Dirmeier über zwei Jahrzehnte der Kinder-, Jugend- und Aktivengruppe angehörte. Als guter Tänzer war er auch einige Jahre Zweiter Vorplattler und beim Gaufest 1987 gehörte er als Zugführer dem Festausschuss an. Eine besondere Verbundenheit hatte Dirmeier mit der Atzinger Feuerwehr. Deren Vorsitzender Martin Loferer würdigte seinen Einsatz als Feuerwehrmann, der von 1966 bis 1980 ohne Unterbrechungen an allen Prüfungen für das Leistungsabzeichen teilnahm und schließlich die höchste Stufe 6 in Rot-Gold erreichte.

Schützenmeister Andreas Freund von der Schützengesellschaft „Die Elfer“ dankte dem langjährigen Schützen unter anderem auch dafür, dass dieser einen bis heute im Einsatz befindlichen Vier-Liter-Wanderpokal gestiftet hatte. Die Ortsvereine verabschiedeten sich am offenen Grab mit einem letzten Fahnengruß. hö

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