Raubling – Die Teilnehmer Andreas Wiesböck und Lara Schmaler des letztjährigen P-Seminars „Spendenlauf“ hatten großen Spaß an der Aufgabe und übergeben abschließend die Spende. Es war ein ziemlicher Aufwand, erklärt Andreas. Nicht so einfach sei es, Firmen jetzt nach Corona und unter den aktuellen Umständen dazu zu bewegen, etwas zu spenden. Dennoch habe man es geschafft, neben dem Betrag, den alle Schüler über Eltern und Verwandte erlaufen haben, noch einige regionale Betriebe zu überzeugen, etwas für den guten Zweck zu geben.
Lara Schmaler betont, dass das Wichtigste auch die Unterstützung der Schule gewesen sei: „Dr. Stadler, der Schuldirektor, und unser Seminarleiter, Herr Thaller, haben uns immer vertraut, wenn wir irgendetwas wollten. Der große Erfolg ist auch auf das gute Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern zurückzuführen“.
Unter der Schirmherrschaft des bekannten Snowboard-Profis Konstantin Schad haben Schüler und Lehrer zusammen 9711 Kilometer zurückgelegt. Um die Schüler möglichst optimal zu motivieren, gingen die P-Seminarteilnehmer in die Klassen und haben Videos von den Projekten gezeigt, die sie unterstützen wollten. Schon seit vielen Jahren werden von der Schule unterschiedliche Hilfsorganisationen unterstützt. So wird für das Hilfsprojekt „Little Smile“ bei jeder Schulveranstaltung fairgehandelter Pfeffer verkauft. Diesmal bekommen sie 12000 Euro, ein Drittel der gesamten Spenden. Das nächste Drittel geht an das Caritashaus Christopherus in Brannenburg, wo Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit schwersten Behinderungen betreut werden. Der letzte Teil der insgesamt über 36000 Euro geht an die Hilfsorganisation „World Bicycle Relief“ (WBR) aus Schweinfurt. Juana Graeter, Fundraising Director bei WBR, kam persönlich, um sich den symbolischen Spendenscheck bei einer feierlichen Übergabe abzuholen und den Schülern die Organisation vorzustellen. Sie erklärte, dass mithilfe des Geldes spezielle Fahrräder gekauft werden. Damit können Menschen aus den Regionen hilfsbedürftiger Länder zur Schule zu gehen oder einen Beruf ausüben.
Diese sogenannten „Buffalo-Fahrräder“ sind speziell entwickelt worden, um große Lasten auf schlechten Straßen zu transportieren. Damit die Wartung der Fahrräder möglichst einfach durchführbar ist, gibt es keine unterschiedlichen Rahmengrößen und keine Gangschaltung und es wurden an vielen Orten extra Fahrradmonteure ausgebildet. So konnte beispielsweise mit dem Fahrradprojekt erreicht werden, dass es weniger Schulabbrüche gab. Mindestens 80 Fahrräder können von dem Geld aus dem Lauf gekauft werden.Karin Sönmez