Neue Parkapp für den Samerberg

von Redaktion

Vor allem die jüngere Generation nutzt diesen Service vermehrt

Samerberg – Autofahrer, die in der Gemeinde Samerberg bisher die App „Park Now“ für das Bezahlen von Parkplätzen genutzt haben, müssen sich nun umstellen. Ab sofort zahlen die Parkenden mit der App „Parkster“. Der Grund für den Wechsel ist, dass der bisherige Anbieter „Park Now“ kurz nach der Inbetriebnahme von „Easy Park“-App übernommen wurde. Da die Samerberger Verwaltung den Bürgern nicht einfach „eine neue App aufzwingen“ wollte, so Georg Huber, Bürgermeister der Gemeinde Samerberg, stellte sich die Gemeinde die Frage, welche der zahlreichen Anbieter von Parkapps sie nun verwenden wollen. Die Wahl viel auf den schwedischen Anbieter „Parkster“.

„Ein ausgereiftes
und gutes System“

In den vergangenen Jahren hatten sich der Landkreis Rosenheim und einige der größeren Gemeinden wie Prien und Bad Aibling bereits für die App „Parkster“ entschieden. Der Anbieter habe sich als „ein ausgereiftes und gutes System“ erwiesen, erklärt Huber. Zudem seien die Besucher des Landkreises Rosenheims, aufgrund der einheitlichen Parkapps, nicht dazu gezwungen, sich mehrere Parkapps auf dem Smartphone herrunterladen zu müssen.

Wie die Parkapp genau funktioniert, wird auf der Webseite der Gemeinde im Detail erklärt. Das Ziel von „Parkster“ ist es, den Autofahrern ein bargeldloses Bezahlen und Lösen eines Parktickets zu ermöglichen. Dafür muss der Autofahrer sein Kennzeichen als auch die geplante Parkdauer in der App eingeben. Ein Vorteil der App ist, dass der Parkvorgang verlängert oder frühzeitig beendet werden kann, sodass der Parkende nur für die eigentliche Parkdauer zahlt.

Bislang könne die „Parkster“-App an gebührenpflichtigen Parkplätzen und den klassischen Wanderplätzen verwendet werden, so Bürgermeister Huber.

Außer den üblichen Tagesgebühren von fünf Euro fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Zudem bietet die App auch eine Jahreskarte für Dauerparker an, die 75 Euro kostet.

Aufgrund des vielzähligen Verkehrs am Wochenende hat die Gemeinde Samerberg eine Werktagskarte von 30 Euro eingeführt, sagt der Bürgermeister. So können laut Georg Huber beide Tickets für jeweils zwei Fahrzeuge verwendet werden. „Damit entsteht die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften, und die Gebühren können auf die beiden Fahrzeughalter aufgeteilt werden.“

Der Parkende muss keine Kreditkartendetails in der App angeben. Für den Bezahlvorgang erhalte der Autofahrer von dem Anbieter per Post oder E-Mail eine monatliche Rechnung. Diese liste alle seine Parkvorgänge detailliert auf, die zu zahlen sind.

Die Kommunale Verkehrsüberwachung vom „Zweckverband Oberland“ kontrolliere die digitalen Parkscheine in Echtzeit, erklärt Huber. Deren Mitarbeiter erkennen bei jedem Fahrzeug, ob ein Ticket gelöst wurde und ob dieses noch Gültigkeit hat.

Über ein Computerprogramm in der Samerberger Verwaltung könne zusätzlich eingesehen werden, wer über die App und wer mit Bargeld bezahlt hat. Für den Bürgermeister Georg Huber ist dies „eine Generationssache“. So greife die jüngere Generation vermehrt auf die Apps zu, während die ältere das Parkticket weiterhin mit Bargeld löse.

Der vorherige Anbieter „Park Now“ habe nach einem Jahr der Inbetriebnahme eine Quote von ungefähr 15 Prozent verzeichnet, welche die App aktiv nutzten. „Die Zukunft ist die App“, sagt Bürgermeister Georg Huber und steht dem Projekt positiv gegenüber.

2300 Tickets pro Monat in Bad Aibling

In der Gemeinde Bad Aibling lief die „Parkster“-App bereits 2020 an. Julia Wolf, Pressesprecherin der Gemeinde Bad Aibling erklärt, dass in der Gemeinde pro Monat ungefähr 2300 Tickets gelöst werden. Auf die Anfragen, wo in der Gemeinde geparkt werden könne, würden viele Besucher positiv auf die Hinweise, dass dort unter anderem per „Parkster“-App bezahlt werden kann, reagieren.

In den umliegenden Gemeinden Kiefersfelden und Raubling würden solche Parkapps nicht benötigt werden, da es vor Ort keine gebührenpflichtigen Parkplätze gibt, teilten die Gemeinden auf Anfrage mit. Auch in Oberaudorf und Brannenburg seien laut den Gemeinden, solche Parkautomaten in der nächsten Zeit nicht geplant.

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