„Heit tobt a wieda, da Vater. Mir bringan eam um!“

von Redaktion

Voll besetzter Saal zur Theaterpremiere „Der gierige Grantler“ im „Alten Wirt“ in Raubling-Pfraundorf

Pfraundorf – „Heit tobt a wieda, da Vater“, so zornig, lautstark und dominant, dass seine Familie und Angestellten keinen Ausweg mehr finden und beschließen, „mir bringan eam um!“ Eine Bedrohung, die erschrecken mag, nicht aber wenn sie auf der Theaterbühne zu hören ist. Es geht um den vom Ego besessenen Klempnermeister Sixtus Grollhofer (Stephan Hemberger) in der bayerischen Komödie „Der gierige Grantler“ von Alexandra Stiglmeier, die eine vortreffliche Premiere im voll besetzten Saal beim „Alten Wirt“ im Raublinger Ortsteil Pfraundorf zur Aufführung brachte.

„Wir freuen uns, endlich wieder auf die Bühne treten zu dürfen“, freute sich Regisseurin Stephanie Rothbächer von der „Kleinen Bühne Pfraundorf“ bei der Begrüßung der Premierengäste. Die Corona-Pandemie hatte zwei Jahre Zwangspause gefordert, „nun sind wir umso motivierter“, so Rothbächer. Das sah man bereits in den ersten Szenen, denn der gierige Grollhofer war mit Geldzählen beschäftigt und reagierte auf jede Störung mit Jähzorn. In der Geschichte des Theaterstückes hat er ein starkes Ego, deshalb viel Erfolg, Geld und eine gewisse Macht über seine Familie und Angestellten. Denn alle im Hause Grollhofer, insbesondere seine Frau Almut (Sabine Weiß), haben Angst. Um sein Geschäft noch weiter ausbauen zu können, spekuliert Grollhofer auf die Erbschaft seiner verstorbenen Nachbarin Winter. Zudem soll seine Tochter Christl (Katharina Unzeitig) den Sohn eines großen Baugeschäftsbesitzers heiraten. Doch dann kommt alles ganz anders.

So viel sei verraten, dass der stets zum Jähzorn neigende Klempnermeister vollkommen durchdreht, als seine Frau ein tollpatschiges Dienstmädchen eingestellt hat, die sich als „Agnieszka Ursula Schusselina Plumplowsky“ (Vroni Dinzenhofer) vorstellt, oder auch einfach Fräulein Anni genannt wird. Kunde „Rentoilette“ will ein neues Bad „schwarz“ einbauen lassen, die stets abgewiesene Elfriede Schmetterer (Katharina Barfuß) wird wiederholt vertröstet. Lehrbub Alfons Dirrigl (Florian Wiesholzer) passiert ein gravierender Fehler, Kunde „Rentoilette“ ist außer Rand und Band wegen der Farbe „kohlrabenschwarz“. Grollhofers Ansehen schwindet, seine Tobsuchtsanfälle sind kaum zu ertragen. Vom Ego getrieben, reift in den Geplagten der heimtückische Plan, ihn umzubringen.

In den weiteren Rollen sind zu sehen Florian Antretter als „Heini Zirngibel“, Roman Bayer als „Gottfried Winter“, Anna Deutschenbaur als „Seelchen“ und Bernadette Deutschenbaur als „sÉgo“.

Wie die Geschichte vom „Gierigen Grantler“ endet, kann in den nächsten Vorstellungen am Freitag, 11. November, Samstag, 12. November, Sonntag, 13. November, Freitag, 18. November, und Samstag, 19. November, jeweils um 20 Uhr beim „Alten Wirt“, miterlebt werden.ru

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