„Heast as net, wia die Zeit vergeht“ als Leitmotiv

von Redaktion

Stimmungsvolles Konzert der Singgemeinschaft Frasdorf

Aschau – Dass die Zeit wie im Flug vergeht, wurde den Zuhörern beim Konzert „Wie die Zeit vergeht…“ jüngst in der Aschauer Pfarrkirche im Rahmen des Projekts „Himmelsleiter“ einmal mehr bewusst. Das Programm mit Chorgesang, den Wildenwarter Bläsern und der Lerlhof-Musi spannte einen Bogen durch die Lebensalter, Jahreszeiten und das Kirchenjahr.

Gleich nach dem Sechs-Uhr-Läuten vom Aschauer Kirchturm stand das bekannte „Heast as net, wia die Zeit vergeht“ von Hubert von Goisern mottogebend am Anfang und zog sich wie ein Leitmotiv durch das ganze Konzert. Nach einem passenden herbstlichen Danklied wurde die „Stille Zeit“ in adventlichen Klängen hörbar. Danach stimmten die Bläser ein frisches „Tret ma aft ins neue Jahr“ an und markierten so den Neubeginn, bevor sich nach einem vehement vorgetragenen „So treiben wir den Winter aus“ Frühlingsgefühle Bahn brechen konnten. Sommer und Liebe als Themen der Lebensmitte wurden eingerahmt mit fröhlichen und tänzerischen Weisen von Bläsern und Saitenmusik.

Nachdenklich und melancholisch wurde die Stimmung dann, als der Kreis sich zu schließen begann: Die Bläser kündigten mit „Fahr ma hoam“ das Ende des Almsommers an, und Gunda Steigenberger und Rupert Schäffer berührten im schlicht und innig vorgetragenen Lied „Das menschliche Leben“ die Herzen der Zuhörer mit der Aufforderung, immer allen zu vergeben, um jederzeit bereit zu sein für den Abschied auf immer.

Eine letzte Bläserweise, der Chor mit Goiserns „Heast as net“, immer leiser werdende Zitherklänge und, fast wie bestellt in die Stille vor dem Schlussapplaus, zwei Glockenschläge vom Kirchturm, beendeten einen außergewöhnlichen Abend in der Aschauer Pfarrkirche.

Das Konzert bot eine gelungene Zusammenstellung alpenländischer und klassischer Stücke unter der Leitung von Bernadette Osterhammer. Die Singgemeinschaft Frasdorf zeigte sich dabei klanglich ausgewogen, beweglich und höchst konzentriert. Aber auch die anderen Künstler trugen zum Gelingen bei. Das überaus zahlreich erschienene Publikum war gleichermaßen begeistert und bewegt und dankte mit der großzügigen Spendensumme von 2120 Euro, die der Priener Tafel zugutekommen wird.

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