Kindergartenbau kommt Gemeinde „teuer zu stehen“

von Redaktion

Tempolimit und Umweltskandal – Eggstätts Bürger haben viele Fragen und Kritik

Eggstätt – In der Fragerunde der jüngsten Bürgerversammlung meldeten sich mehrere Bürger zu Wort. Hans-Peter Gauger hatte schriftlich vorab ein Tempolimit in Eggstätts Dorfmitte und breitere Geh- und Radwege gefordert.

Bürgermeister Christian Glas (FB) erklärte, dass ein Tempolimit nicht möglich sei. Die Straße durch Eggstätt sei eine Kreisstraße. Was den Gehwegausbau betreffe, so werde noch im Dezember eine sogenannte Verkehrsschau abgehalten, bei der der gesamte Ort begutachtet wird.

Gerhard Ebinger befand, dass die Verwaltung mit dem Umweltschaden in Natzing überfordert sei. Diesem Vorwurf hielt Bürgermeister Glas entgegen, dass die Rechtslage eindeutig sei. Die Gemeinde als Grundstückseigentümer sei da in der Verantwortung.

Charly Hundhammer beklagte, dass der Kindergartenneubau die Gemeinde teuer käme, dazu noch der Umweltskandal in Natzing. Der Schuldenstand pro Einwohner werde dadurch enorm steigen. Bürgermeister Glas wies darauf hin, dass der Kindergartenneubau das Ergebnis einer Bürgerbefragung sei und dass der Bedarf an Kindergartenplätzen stets abgefragt werde. Ab 2026 sei nämlich eine Ganztagsschule verpflichtend.

Alex Wieland fehlte eine Zukunftsvision für Eggstätt. Er beklagte, dass Nachverdichtung und von Bauträgern geförderte Projekte Wohnen für Einheimische erschwere. Bürgermeister Glas wies auf einige Gemeinderatsbeschlüsse hin. So habe sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, dass Eggstätt keine Schlafstadt werden soll. Wohnen und Gewerbe im Verhältnis 60:40 sei als Maß anzusetzen. Im Übrigen könne die Gemeinde nicht bestimmen, wer kauft. elk

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