Wildenwart – Die erste Versteigerung bei den Wildenwarter Veteranen im Gasthaus Stocker in Atzing war ein schöner Erfolg für den Traditionsverein. Der alte bairische Brauch der Versteigerungen wird bei den Wildenwarter Vereinen schon in der adventlichen Zeit gepflegt. Georg Aicher ist dabei als Versteigerer gefragt und vor allem stimmlich gefordert. Mit Argusaugen hält er alle Bieter im Blick, um ja kein Gebot, kein Handzeichen oder Kopfnicken zu übersehen. Viel Geschick und Einfühlungsvermögen sind notwendig, um das reichhaltige Warenangebot, das die Mitglieder gestiftet haben, zum Vorteil für den Verein an die Frau und an den Mann zu bringen.
Ein Spassetl nebenbei ist auch in der staden Zeit erlaubt. Weitere Versteigerungen sind am Montag, 26. Dezember, um 20 Uhr in der Schlosswirtschaft beim Wildenwarter Trachtenverein und am Freitag, 6. Januar, um 20 Uhr beim Trachtenverein Atzing im Vereinshaus in Atzing.
Georg Kronast hat sich um den Veteranen- und Kriegerverein Wildenwart verdient gemacht. Er trat dem Verein vor 55 Jahren bei. Er engagierte sich für den Traditionsverein als Zweiter Fähnrich und als Beisitzer; schließlich wurde er zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Als pflichtbewusster Fähnrich baute er einen neuen ausgetüftelten Aufbewahrungsschrank für die Fahnen des Vereins und war in all dieser Zeit für alle Aufgaben im Verein stets präsent.
Aus Gesundheitsgründen musste er sein Amt schließlich abgeben. Für seine Verdienste und sein Engagement erhielt er bei der Christbaumversteigerung im Gasthaus Stocker in Atzing aus der Hand des Vorsitzenden Florian Bauer die Ehrenmitgliedschaft des Veteranenvereins.
Die Wildenwarter Veteranen sind mit ihrer höchsten Vereinsauszeichnung sehr sparsam, umso höher ist die Auszeichnung für den ehemaligen Zweiten Vorsitzenden einzuordnen.reh