Halfing – Mit 11:0 stimmten die Gemeinderäte Halfings in ihrer jüngsten Sitzung dem Haushalt 2023 für das AWO-Haus für Kinder zu. Das Schreiben der Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) zusammenfasste, führt auch Betreuungszahlen auf.
So werden seit September diesen Jahres im Haus für Kinder an der Bussardstraße 115 Kinder (im Vorjahr 107 Kinder), ab Februar 2023 dann 120 Kinder betreut. 92 Mädchen und Buben, damit rund 80 Prozent der Kinder, kommen aus der Gemeinde Halfing. Von den 115 Kindern sind elf (Vorjahr 15) Kinder von Asylbewerbern und zehn (Vorjahr zehn) Integrationskinder.
Die Krippe ist mit aktuell 18 (Vorjahr 19) Kindern nicht voll belegt. Zu Beginn des kommenden Kalenderjahres werden drei weitere Krippenkinder aufgenommen. 22 Schulkinder werden derzeit betreut (Vorjahr 24). Der Haushaltsplan sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,281 Millionen Euro vor (im Vorjahr waren es 86000 Euro weniger) sowie einen Defizitausgleich der Gemeinde in Höhe von 99621 Euro (im Vorjahr 59524 Euro). Die Verwaltungskostenumlage – acht Prozent der Gesamtkosten – beläuft sich laut Haushaltsplan auf 94945 Euro (im Vorjahr gut 6000 Euro weniger). Die AWO stellt heraus, dass sie bei den Personalkosten von einer durchgängigen Besetzung aller Planstellen ausgegangen ist. Wegen des Fachkräftemangels sollen auch mobile Kräfte diese Besetzung gewährleisten – wenn möglich.
Für Ersatz- und Neubeschaffungen hat die AWO unter anderem zehn mal 100 Euro Integrationsmaterial (über den Bezirk refinanziert), 2200 Euro für einen Bastelwagen, 1500 Euro für Fahrzeuge für den Garten, circa 1300 Euro für Nester und Klappmatten in der Krippe, 400 Euro für einen Hochdruckreiniger und ein Budget für Unvorhergesehenes über 1500 Euro in den Haushalt eingestellt. Zudem sind bei den Gartenkosten unter anderem neue Gartenbänke und Tische für die junge Generation berücksichtigt. Sepp Stettner (FW) befand, dass die AWO gute Arbeit leiste, forderte aber einen noch weiter aufgeschlüsselten Haushaltsplan. Jedes Jahr finde sich im Haushaltsansatz ein hohes Defizit, das aber am Jahresende doch nicht „so wild“ ausfalle. Laut Daniel Ober (HWV) könne der Bauhof manche Arbeiten leisten, um das Defizit geringer ausfallen zu lassen. Geschäftsleiter Marco Binder merkte an, dass es im Haushaltsplan einige Unwägbarkeiten gebe, wie bei den Zahlen der Geflüchteten. Ohne weitere Nachfragen erteilte der Rat einstimmig dem Haushalt 2023 für das AWO-Haus für Kinder grünes Licht. elk