Bad Feilnbach – Der Naturkindergarten im Auer Achtal hat sich zu einer gut funktionierenden und anerkannten Einrichtung entwickelt. Diese Ansicht vertrat Bürgermeister Anton Wallner in der jüngsten Gemeinderatssitzung beim Tagesordnungspunkt „Informationen“.
Einrichtung
bestens aufgestellt
Wie der Rathauschef weiter ausführte, leisteten Marianne Sirkiä als Leiterin und ihr Erzieherinnenteam wertvolle und überzeugende Arbeit. Die Einrichtung sei mit dem vorhandenen Personal bestens aufgestellt. Sie tragen Sorge, dass sich die derzeit 20 „Waldmäuse“ – so der Name der Einrichtung – aus dem Gemeindebereich sich in der naturverbundenen Umgebung bei jeder Witterung wohlfühlen dürfen und prächtig entwickeln können. Lieblingsbeschäftigung der kleinen wissensdurstigen Naturfreunde ist das Spielen und Bewegen draußen in der Natur, verbunden mit Ausflügen in die angrenzende Waldregion im Achtal.
Inzwischen gibt es auch Anerkennung und Unterstützung aus der Öffentlichkeit, wie Elternbeirätin Kerstin Millauer gegenüber unserer Zeitung erklärte. Bestes Beispiel war der Obst- und Gartenbauverein Au-Dettendorf, der bereits im letzten Jahr Obststräucher spendete und in diesem Jahr Kinder erste gesunde Früchte, wie Johannisbeeren, vernaschen durften. In diesem Jahr hatte Sepp Millauer, Vorsitzender vom Obst- und Gartenbauverein, zusammen mit Obstbaumwart Hans Kuchler zu einer Obstbaumpflanzung als weitere Aktion am Naturkindergarten eingeladen. Gestiftet hatte der Verein einen Apfelbaum der Sorte „Roter Boskop“. Das passende Equipment wie Seile, Pflöcke und Leerrohr zur Sicherung des Stammes spendete Nachbar Alfons Schlemer. An der Baumpflanzung selbst bestätigten etwa zwölf Kinder ihren Namen – „Waldmäuse“. Mit Sandkastenschaufeln bewaffnet erweiterten sie das Loch für den Baum, das Millauer im humusreichen Boden vorbereitet hatten. Wie der Baum darin richtig verankert wird, erklärte fachkundig und altersgerecht Baumwart Kuchler.
Jetzt ist
Geduld gefragt
Die anschließende Verfüllarbeit mit Aufbringen der ursprünglichen Grasnarbe übernahmen die Kinder wieder selbst mit Unterstützung der Erwachsenen. Allerdings bedürfe es bis zum ersten leckeren Apfel viel Geduld, so die beiden wichtigen Vertreter vom Obst- und Gartenbauverein nach einem Zuschnitt der Äste, einwässern der Wurzeln und Sicherung des noch dünnen Stammes.
Erstes Obst bringe der Baum erst in einigen Jahren hervor, welches als gesundes und naturreines Lebensmittel den nachkommenden Besuchern des Naturkindergartens für einen gesunden und kräftigen Biss zur Verfügung steht.