Griesstätt – Einen breiten Rahmen nahmen die Themen rund um soziale Angelegenheiten und das örtliche Vereinsleben bei der diesjährigen Griesstätter Bürgerversammlung in der Schulturnhalle ein. Zudem wurden Vorhaben vorgestellt, die in nächster Zeit zur Umsetzung anstehen. Vorgetragen wurden die Themen dabei erstmals von den jeweilig Zuständigen.
Raumsituation für
Kinder entspannt sich
Einblick in die derzeitige Situation des Kindergartens gab dessen Leiterin Karin Gilg. Hier betreue ein 43-köpfiges Team derzeit die Kinder, die gesamte Raumsituation sei nach dem Umzug der Bienengruppe in das ehemalige Sparkassengebäude im Moment etwas entspannter. Die Möglichkeiten eines Natur- oder Bauernhofkindergartens würden geprüft. Außerdem soll im Sparkassengebäude, sobald möglich, eine weitere Krippengruppe aufgebaut werden. Momentan biete der Kindergartenförderverein eine verlängerte Öffnungszeit am Freitag bis 14.30 Uhr an. Auch werde im Gemeinderat gerade an einer Satzungsänderung gearbeitet, ob und ab wann diese Öffnung auch über die Gemeinde als Trägerin angeboten werden könne. Ab Januar werde auch die Kindergartenbücherei wieder öffnen.
Kommandant Georg Weiderer gab einen Überblick über die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehr in der Gemeinde. Er berief sich dabei auf die Zahlen von 2021. 3528,5 Arbeitsstunden seien von den 66 Aktiven geleistet worden, davon seien 2262 auf Übungs- und Personalstunden entfallen, 480 auf die Jugendausbildung. Ein leichter Zuwachs sei bei den technischen Hilfeleistungen zu verzeichnen gewesen. Gewöhnungsbedürftig wäre der neue „greislige“ Warnton. Weiderers Fazit: „Fuhrpark passt, Haus passt!“
Den Wasserbeschaffungsverein stellte dessen Vorstand Rudolf Liedl eigens vor. Er betonte die Wichtigkeit des sauberen Wassers, dessen Verfügbarkeit nicht selbstverständlich sei. Der Verein betreue 770 Hauptwasserzähler, 40 Kilometer Leitungen und sei für die Brunnen am Galgenberg und in Bergham und zwei Reservebecken zuständig.
Im Sommer würden im Versorgungsgebiet schon mal 900 Kubikmeter an einem Tag verbraucht, jährlich 200000. Der Stromverbrauch von 165000 kWh werde seit Oktober 2022 durch eine neue Fotovoltaikanlage zum Teil abgedeckt. Für Notfälle stünden ein stationäres Notstromaggregat am Hochbehälter und eine mobile Einheit für die Brunnen zur Verfügung.
Einen Ausblick über anstehende Vorhaben gab zudem Bürgermeister Robert Aßmus. Nachdem 2021 die Murnbrücke einen neuen Belag bekommen habe, sei die Nutzung vom THW bis 2023 zugesagt worden. Derzeit bemühe man sich um eine abschließende Lösung für 2024 und die Klärung von Zuschüssen hierzu.
Fernwärmenetz
wird ausgebaut
Zudem ist die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses geplant, die vor allem den Eigenverbrauch abdecken soll. Ein Fernwärmenetz, ab 2023 im Fokus, soll künftig das Rathaus, Feuerwehr, Jugendheim, Schule, Kindergarten, Sportheim und „Lehrerwohnhaus“ versorgen. An weiteren Vorhaben nannte Aßmus die Erweiterung der Kläranlage, das Senioren-Wohnen, die Auslagerung des Bauhofs sowie die Ausweisung von Wohnbaugebiet und neuen Gewerbeflächen. Ein Bike-Park und die Sanierung sowie der Unterhalt gemeindlicher Straßen stehen ebenfalls auf der gemeindlichen Agenda.