Zum Bericht „Gemeinde investiert in Immobilien“ (Lokalteil):
Wenn man weiß, wer als Gastredakteur an dem Artikel mitgewirkt hat, sind die Halbwahrheiten und Vermutungen nach bekanntem Schema aus der Vergangenheit erklärbar. Durch den unnötigen Sprung in das Immobilien-Haifischbecken mit den millionenfachen Kosten des Reismühlenareals kaschiert man die Schäden, die durch die beiden Staatsstraßen entstehen. Bemerkenswerterweise werden alle Anfragen hierzu von der Gemeinde kommentarlos ignoriert. Zur Erinnerung für den Gemeinderat hätte man diese Verkehrsruine als Mahnmal erhalten sollen, um zu verdeutlichen, welche Schäden 11000 Fahrzeuge pro Tag nur an der Infrastruktur hinterlassen. Die finanziellen Risiken des Kommunalunternehmens werden die Bürger trotz dieses Schattenhaushalts zu tragen haben – wobei es noch weitere potenzielle Gebäude an den Straßen zum Aufkaufen gibt. 80 Jahre kreißte der Umgehungsstraßenberg und gebar eine Fußgängerampel. Das ist auch das Ergebnis 13-jähriger Versprechungen der Bürgermeistergenerationen zur Reduzierung der Verkehrsbelastung. Trotz der seit 2009 bekannten Faktenlage staatlicherseits zur Umgehung, spricht die Bürgermeisterin abstrus von einer annähernden 30-jährigen baulichen Umsetzung.
Die Aussage der Unfinanzierbarkeit einer Umgehung ist unfassbar und hat das Ziel einige Wahlperioden zu überstehen, um dadurch durchschaubar eine Lösung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben. Die nicht vorhandene Lebens- und Wohnqualität, die Gesundheitsschädigung und Verkehrsgefährdung und die Zukunftslosigkeit von Halfing scheinen im Gemeinderat nicht zu deren Verantwortungsprofil zu gehören. Hoffentlich endet das unsägliche Rumgeeiere mit einem neuen Gemeinderat 2025.
Rainer Zahnweh
Halfing