Einwände gnadenlos abgeschmettert

von Redaktion

Zum Bericht „Diskussion im Gemeinderat Stephanskirchen über Kraglinger Spange“ (Lokalteil):

Die Regierung hat sich in seinem Bescheid definitiv für die Variante 3 ausgesprochen. Eine neue Straße von 815 Metern Länge soll die angespannte Verkehrssituation lösen. Erhebliche, berechtigte Zweifel sind angebracht. 15 Einwänder – einschließlich dem Unterzeichner – haben sich dazu ernsthafte Gedanken gemacht und diese der Regierung mitgeteilt. Darunter waren sehr gute Ideen und Anregungen. Leider kam es so, wie es kommen musste oder auch zu erwarten war: Nahezu sämtliche Einwände wurden gnadenlos abgeschmettert. Bürgernähe sieht anders aus. Der interessierte Wähler merkt sich das. Überrascht und beeindruckt war ich von der Aussage des hiesigen Bauamtsleiters, dass insbesondere der Schwerlastverkehr entlang der verschiedenen Weiler/Ortschaften Richtung Schloßberg über die Vogtareuther Straße geringfügig zunimmt. In welche trübe Glaskugel wurde denn hier geblickt? Seit der Verkehrszählung 2015 (!) hat sich die Welt gehörig gedreht. Lieber vergibt man kostspielige Studien an diverse Institute, zuletzt an die Technische Uni in München, und lässt sich von einem Professor in bunten, bewegten Bilder per Leinwandpräsentation vorgaukeln, wie sich die Pkw künftig gemütlich durch die Spange schlängeln; ab und zu ist auch einer der Mautpreller zu entdecken, die gesamthaft allerdings ein erhebliches Gefahrenpotenzial darstellen und zugenommen haben. Die wahren Zahlen sind ganz einfach beweisbar – wie ?! Indem man beispielsweise an einem Dienstagvormittag für rund 25 Minuten ausschließlich die Llw mit fremden Nummernschildern per Auge und Stift festhält. Und, siehe da, 21! Nicht repräsentativ, aber Trend. Chance und somit gute Argumente vertan. Schade.

Rudi Seifert

Stephanskirchen

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