Wichtige Stimme im Ballungsraum

von Redaktion

Prutting ist der Arbeitsgemeinschaft Stadt und Umlandbereich Rosenheim (SUR) beigetreten. Welche zwei großen Zukunftsaufgaben Bürgermeister Johannes Thusbaß identifiziert und was das für den Ort bedeutet.

Prutting – Mobilität neu denken, um nicht im Verkehr zu ersticken. Wohnraum schaffen, der zukunftsfähig ist – für eine Gesellschaft, die zunehmend altert. Das sind Aufgaben von allen Teilstädten und Gemeinden in Ballungsräumen. Und die gibt es nicht nur in und um die Metropolregion München, sondern auch in ländlichen Gebieten. Im Landkreis zählen die Stadt Rosenheim, Mangfall, Inntal und die angrenzenden Gemeinden dazu.

Deshalb schien es für die Gemeinde Prutting logisch, sich um eine Mitgliedschaft bei der Arbeitsgemeinschaft Stadt und Umlandbereich Rosenheim (SUR ) zu bewerben. Die bislang 13 Teilnehmergemeinden standen dem Ansinnen offen gegenüber, sodass Prutting nun zu der Gemeinschaft gehört. 

Pruttings Bürgermeister Johannes Thusbaß sieht seine Gemeinde vor zwei großen Zukunftsaufgaben. Die eine ist das Bemühen, den dörflichen Charakter des Orts nicht nur zu bewahren, sondern auszubauen. Prutting soll laut Thusbaß ein Ort sein, in dem sich Bürger noch kennen und in dem das Gemeinschaftsleben diesen Namen noch verdient – hinsichtlich der Feste und Veranstaltungen sowie der Dorfentwicklung und allen damit verbundenen Aufgaben. 

Die, und das ist der zweite große Themenkomplex, seien nur zu bewältigen, wenn sich Prutting von der Gesamtentwicklung der Region nicht abgelöst, sondern darin eingebunden ist. „Wir sind von dieser gemeinsamen Entwicklung unmittelbar betroffen, allein schon durch den sich aufbauenden Wohnungsdruck“ sagt Johannes Thusbaß. „Da ist es entscheidend, dass man aktiv mitgestalten kann“. Und dabei sei ein enger und schneller, eher informeller Kontakt zu den anderen Gemeinden hilfreich. 

Etwa wenn es um den eventuellen Beitritt zum MVV geht. Der große Vorteil daran ist Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo zufolge ein „einheitliches Tarifsystem mit aufeinander abgestimmten Fahrplänen“.

50 Prozent der
Landkreis-Einwohner

Ein Riesengewinn für die Gemeinden um die Stadt Rosenheim: Das war die gemeinsame Haltung der SUR-Gemeinden auf der jüngsten Sitzung, der ersten mit Prutting. Die Haltung ist laut Thusbaß „einfach schneller als auf Kreisebene“ zustande gekommen. Die 14 Gemeinden hätten schließlich ähnliche Probleme und Ziele. Thusbaß ist sich sicher, dass die gemeinsame Haltung helfen wird, die Diskussion zu beschleunigen. Mit der Mitgliedschaft Pruttings, davon zeigt sich Thusbaß überzeugt, hat der SUR-Verbund eine weitere wichtige Stimme gewonnen. Was nicht nur dem Ort hilft, sondern auch die Bedeutung der SUR stärkt. Die 14 Gemeinden vereinen nun 50 Prozent der Einwohner des gesamten Landkreises mit seinen 47 Gemeinden.

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