Samerberg – Als die heute 80-jährigen Frauen und Männer vom Samerberg in die Schule kamen, da gab es in den damals vier Gemeinden Grainbach, Törwang, Rossholzen und Steinkirchen noch drei verschiedene Schulen. Erstmals zum 50. Geburtstagsjahr trafen sich seither alle zehn Jahre die ehemaligen Schüler wieder – so auch heuer zum 80. Geburtstagsjahr.
Den Auftakt bildete ein Wortgottesdienst mit Diakon Günter Schmitzberger, bei dem ein Samerberger Bläserquartett spielte und bei dem vier verstorbenen Schulkameraden sowie deren Ehepartner gedacht wurde. Dem Bitt- und Dank-Gottesdienst folgte ein ganztägiges, gemütliches und unterhaltsames Beisammensein beim Gasthaus „Zum Entenwirt“.
Dass das Treffen von gleichaltrigen Frauen und Männern aus drei verschiedenen Schulen möglich war, organisierte vor über 30 Jahren Elfriede Schlor die gesamten Adressen und suchte sich jemand, der dann die Organisation übernahm. Dafür fand sie Sebastian Heibler, der sich seither um die Einladungen, Vorbereitungen und auch um die Gestaltung der Zusammenkunft kümmert. Gerne erinnert er sich an die bisherigen Treffen, unter anderem im Jahr 2002 im vormaligen Café Maximilian.
Gute Tradition ist es, dass zu Beginn des weltlichen Treffens Sebastian Heibler die Begrüßung in Versform übernimmt. Weitere Verse galten der Rückschau und der Betrachtung der Gesundheit.
Sebastian Heibler, der als Maschinen-Konstrukteur 28 Jahre lang von Stephanskirchen zur Firma Kettner nach Rosenheim mit dem Radl in die Arbeit kam und dabei rund 100000 Kilometer zusammenbrachte, brachte zum Klassentreffen der 80-Jährigen auch seine Zither mit. Zuerst wurde das vor 110 Jahren von Pfarrer Josef Dürnegger geschaffene Samer-Lied mit seinen sieben Strophen gesungen, es folgte ein dreistimmig auf der Zither gespieltes Danklied vom Müllner-Peter von Sachrang, das von Hans Berger aus Oberaudorf bearbeitet worden ist.
Einig waren sich die Frauen und Männer vom Samerberg, dass die Tradition des Treffens aufrecht erhalten bleiben soll, allerdings das nächste mal nicht erst in zehn, sondern bereits in fünf Jahren. hö