Neubeuern – Seit dem Frühjahr ist das kleine Hotel Burgdacherl in Neubeuern das Zuhause von 35 Geflüchteten, jungen Frauen mit Kindern, Jugendlichen und Senioren. Insgesamt sind derzeit circa 70 Ukrainer in Neubeuern. Sie waren und sind willkommen und sind dabei sich einzugewöhnen.
In der Adventszeit und aufs Jahresende hin, kommt es bei Normalbürgern zu viel Stress durch Vereinsfeiern, Betriebsessen, Kollegentreffs, Feiern mit Familie und Freunden. Für die Geflüchteten ist es eine mehrfach schwere und bedrückende Zeit, in einem anderen Land, anderer Sprache, fern der Heimat und von Familie und Freunden.
Immer sind die Gedanken gegenwärtig, wie es zu Hause geht, ob das Haus überhaupt noch steht, wer vielleicht getötet wurde oder wer gefallen ist.
Spontan lud Familie Hähle die Gemeinschaft der Geflüchteten zu einem adventlichen Abend ein.
Aus 15 Kartons, Dekorationsfundus des Hotels schmückten die Bewohner den Hauseingang, Treppenhaus, Flure, Zimmer und Aufenthaltsraum weihnachtlich. Es gab Glühwein und Gebäck. Zu den Hausbewohnern waren auch Ukrainer aus anderen Unterkünften und Einheimische eingeladen. Ortspfarrer Christoph Rudolph, unmittelbarer Nachbar, setzte sich in den Kreis der Flüchtlinge und tauschte Erkenntnisse und Gefühle aus. Verbundenheit und Anteilnahme standen bei der Veranstaltung im Vordergrund. Miteinander zu reden war schwierig. Ein musikalischer Rahmen half zu überbrücken. Es spielte Peter Anderl von den Inntaler Sängern mit seiner Zither, begleitet von den Rimstinger Sängern.
Claus Hähle dankte den Mitarbeitern des Landratsamtes, der Gemeinde und besonders den ehrenamtlichen Betreuern des Helferkreises um Regina Prokopetz für ihr Engagement. Diese Helfer sind unverzichtbar bei der Bewältigung von Fragen, Problemen, Sorgen und dem unendlichen Seelenschmerz. Groß ist die Bedrückung über die Umstände in der Heimat.
Es kam aber auch Dankbarkeit und beharrliche Zuversicht auf Frieden zum Ausdruck.rep