Bad Feilnbach – Am Dreikönigstag feiern orthodoxe Christen in aller Welt ihr Weihnachtsfest. In Bad Feilnbach teilen derzeit Familien aus der Ukraine, die wegen des Krieges ihre Dörfer verlassen mussten, ihre Freude über die Geburt des Jesuskindes. Zur Tradition gehören entsprechende Lieder und Texte von Kindern, die von Haus zu Haus ziehen und gute Wünsche überbringen.
Die Mädchen und Buben machten gemeinsam mit ihren Müttern und Vätern im Rathaussaal halt, um der Gemeinde und den Mitgliedern der Ukrainehilfe Bad Feilnbach ein Dankeschön entgegenzubringen. Mit den neuen Bürgern, die eine vorübergehende Heimat suchten, Weihnachten zu feiern, war ein Anliegen von Bürgermeister Anton Wallner, von der Sozialreferentin der Gemeinde Vroni Gasteiger sowie von Josef Rauscher und Eugen Thierauf. Einige Bürger hatten für die Kinder eine kleine Überraschung mitgebracht.
Für Olena Tanassewitsch als Dolmetscherin und ihren Landsleuten war es ein besonderes Anliegen, mit einem Kulturprogramm mit ukrainischen Liedern Danke zu sagen. Dazu hatte die Gemeinschaft aus der Ukraine auch zwei Weihnachtslieder in deutscher Sprache einstudiert und vorgetragen.
Die Familien, meist Frauen und Kinder, seien Dolmetscherin Olena Tanassewitsch zur Folge mit Menschlichkeit von den Bürgern der Gemeinde aufgenommen worden.
Der Krieg, sagte Olena Tanassewitsch, habe vieles zerstört. Wichtig sei nun natürlich der Friede, aber auch die Hoffnung auf einen baldigen Sieg, um zurückkehren zu können. Bad Feilnbach sei eine vorübergehende Heimat.
Ein Bild von einer ukrainischen Künstlerin mit der Fahne Bayerns und der Ukraine sowie einem Apfel als Symbol von Bad Feilnbach soll die Verbundenheit zum Ausdruck bringen. pes