Frasdorf – Einstimmig wurde Lorenz Baumgartner senior wieder als Vorsitzender des Krankenunterstützungsvereins Frasdorf-Umrathshausen für die nächsten beiden Jahre in sein Amt gewählt.
Bei der Hauptversammlung bedankten sich die Mitglieder beim Vorsitzenden Baumgartner für 30 Jahre, bei seinem Stellvertreter Georg Buchauer für 31 Jahre, beim Kassier Wolfgang Auer für 40 Jahre, beim Beisitzer Jakob Winkler für 43 Jahre, davon 17 Jahre als Schriftführer, sowie beim Beisitzer Peter Mayer für 30 Jahre Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft. Sie sind bereits seit langer Zeit für die Führung und Leitung des Traditionsvereins verantwortlich.
„500 Euro übergibt der Krankenunterstützungsverein Frasdorf-Umrathshausen an die Senioren von Frasdorf als Beitrag für den Seniorennachmittag“, berichtete Baumgartner. „Der Krankenunterstützungsverein Frasdorf hat in seiner 126-jährigen Geschichte jetzt 224 Mitglieder“, erklärte Baumgartner weiter.
Nach der freudlosen Zeit der vergangenen zwei Jahre möchte der Verein jetzt wieder bei allen kirchlichen sowie weltlichen Festen im Dorf vertreten sein, beginnend beim Dorfkönigsschießen. Außerdem sind Besuche in den Festwochen der Feuerwehr und des Trachtenvereins bis hin zu den Jahrestagen der Vereine geplant. Auch eine Christbaumversteigerung soll wieder zusammen mit dem Feuerwehrverein veranstaltet werden. Des Weiteren ist der Vereinsausflug, mit den Veteranen ebenfalls in Planung. Bürgermeister Daniel Mair leitete die Wahlen, bei denen der Vorstand für die kommenden beiden Jahren bestimmt wurde: Zweiter Vorsitzender ist erneut Georg Buchauer. Als Schriftführer ist weiterhin Josef Winkler tätig, für die Kasse bleibt Wolfgang Auer verantwortlich. Die Fahne der Gemeinschaft trägt auch in den kommenden Jahren Georg Lankes, er wird von Hans Wörndl, neu gewählt, vertreten. Als Beisitzer fungieren weiterhin Peter
Mayer und Jakob Winkler.
Als Vertreter der jungen Generation wurden Emmeran Voggenauer und Rupert Aicher junior als Beisitzer wiedergewählt. Der Bürgermeister Mair dankte dem Vorstand für ihre Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft und wünschte ihm eine gute Hand für alle Belange des Vereins. Der Verein schaut auf eine bereits lange Tradition zurück.
Im Jahr 1897 fanden sich einige Frasdorfer Burschen zusammen, um sich im Krankheitsfall gegenseitig mit ein paar Mark unterstützen zu können. Institutionen wie Krankenkassen waren zur damaligen Zeit auf dem Lande für Bauernknechte und Holzarbeiter noch nicht bekannt. Auch der gesellige Teil sollte nicht zu kurz kommen und so stand in den Statuten der Gemeinschaft, „der Verein habe die Pflege des anständigen Vergnügens und der geselligen Unterhaltung zu pflegen“. In einigen Nachbarorten, wie zum Beispiel Wildenwart, entwickelten sich aus den Krankenunterstützungsvereinen der vorletzten Jahrhundertwende die heutigen Trachtenvereine. reh