Großkarolinenfeld – Das provisorische Netto-Zelt soll bis Ende des Jahres in Großkarolinenfeld stehen bleiben. Einer Verlängerung der Genehmigung hat der Bauausschuss Großkarolinenfeld in seiner vergangenen Sitzung zugestimmt. Eigentlich sollte das Verkaufs- und Lagerzelt in der Breitensteinstraße sowie in der Hochgernstraße nur bis März genutzt werden.
Nachdem das Gebäude des Discounters im Juni 2021 nach Brandstiftung komplett zerstört wurde, soll das Geschäft am gleichen Standort und etwa auf der gleichen Fläche wieder errichtet werden. Der Neubau soll in einem modernen und luftigeren Erscheinungsbild gestaltet werden. Dazu gehören zum Beispiel Glasfassaden sowie ein energetisch optimiertes Konzept. Auch ein Backshop mit Café ist vorgesehen.
„Nun hat das doch alles etwas länger gedauert“, erklärte Bürgermeister Bernd Fessler. Vonseiten der Gemeinde spreche aber nichts gegen eine Verlängerung. Der Bauausschuss sah das genauso und gab einstimmig seine Zustimmung. Im Landratsamt Rosenheim war ein Antrag auf Verlängerung bis Sonntag, 31. Dezember, eingegangen, zu dem die Gemeinde um ihr Einvernehmen gebeten wurde.
Laut Traudl Wirsing, der Planerin des Bauvorhabens, ist nun Mitte Februar der Baubeginn anvisiert. Die Fertigstellung des Gebäudes ist Mitte November geplant, die Markt-Eröffnung Anfang Dezember. „Das Genehmigungsverfahren hat sich länger hingezogen, als wir angenommen haben“, so die Ingenieurin. Es sei mit einer umfangreichen Prüfung des Bauantrags durch die beteiligten Fachbehörden verbunden gewesen. Auch die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben sich auf den Bearbeitungszeitraum ausgewirkt. Der spätere Genehmigungszeitpunkt führte zu weiteren Verzögerungen bei der Vergabe der Baugewerke, bei den Vertragsabschlüssen sowie bei der Vorbereitung der Ausführungsplanung.
Wirsing weist darauf hin, dass sich auch im Umfeld des neuen Netto-Marktes einiges verändern wird. Östlich des Discounters wird in Kürze umgebaut. Im ehemaligen KIK- und Schlecker-Markt ziehen eine ärztliche Gemeinschaftspraxis sowie eine Apotheke ein. „Somit sollte sich das ganze Areal zu einem zentralen und attraktiven Standort in Großkarolinenfeld entwickeln“, ist Wirsing überzeugt. khe