Zum Bericht „Steffeln sorgt für Ärger“ (Lokalteil):
Wiederum wurden in Halfing in der Nacht zum Stephanitag im Ortskern stehende Gartenbänke, Gartentische sowie allerhand bewegliche Gerätschaften durch fleißige, sogenannte Steffler zusammengetragen und am Kirchplatz abgestellt. Dieses Umtreiben entstand in den Jahren um 1960 und hat einen bitteren Beigeschmack hervorgerufen. Es führte sogar so weit, dass der damalige Bürgermeister die Polizei mit der Hundestaffel alarmierte und sich einige Akteure des Steffelns mit den Begleitern der Polizisten anlegten, welche konsequent zugriffen und deren Hinterteile erfassten und der Dorfarzt allerhand Arbeit hatte um die Schadstellen zu flicken. Am ersten Weihnachtsfeiertag am frühen Nachmittag fuhr ich durch die Halfinger Sonnenstraße und sah meinen 89-jährigen Freund aufgrund der warmen Sonnenstrahlen auf seiner kleinen Sommerbank sitzen und wünschte ihm, wie üblich, schöne Feiertage. Am Stephanitag nach dem Gottesdienst erzählte er mir auf dem Weg zum Kirchplatz, dass auch seine Sommerbank gesteffelt wurde und er sie aufgrund seiner Gehbehinderung mit seinem Auto abholen muss. Mich stimmt diese rücksichtslose Arbeitsweise der scheinbar kräftigen, fleißigen, für Ordnung im Ort besorgten Steffler, indem jedes bewegliche Objekt im näheren Ortskern mitgenommen wird, Unfrieden unter den Bürgern erzeugt und laut Zeitungsbericht übelste Beschimpfungen anhören müssen, sehr nachdenklich.
Peter Maier
Halfing