Wohin mit dem Carport für die Feuerwehr?

von Redaktion

Frasdorfer Gemeinderat vertagt Entscheidung – Ortsbesichtigung geplant

Die zweite Möglichkeit ist ein freistehendes Garagengebäude auf der dem Feuerwehrhaus gegenüberliegenden Seite der Straße am Busbahnhof – etwa auf dem freien Parkplatz rechts.Fotos Rehberg

Frasdorf – Keine Entscheidung traf der Gemeinderat über die Lage der Neubauten des Carports für das neue Fahrzeug der Feuerwehr und der öffentlichen Toiletten. Nach ausgiebiger Diskussion einigte sich das Gremium, die Entscheidung nach einem Ortstermin am Feuerwehrhaus bei der nächsten Sitzung zu treffen.

Im Rahmen des

Gesamtkonzepts

Im Rahmen des Feuerwehrkonzepts der Gemeinde Frasdorf erhält die Feuerwehr einen Mannschaftstransportwagen. Dieser soll, neben dem Mannschaftstransport, für kleinere Einsätze wie Sicherheitswachen, Kontrollfahrten oder Ausbildungsfahrten genutzt werden, sodass nicht für jeden Kleineinsatz der schwere Lastwagen bewegt werden muss. Die Verantwortlichen stellten jedoch fest, dass im Frasdorfer Feuerwehrhaus kein Platz für ein drittes Fahrzeug frei ist.

Nach den Richtlinien muss das Einsatzfahrzeug unter einem Dach abgestellt werden, um bei Alarmierung und Einsatz zeitintensive Vorbereitungen, wie Eiskratzen zu minimieren. Bürgermeister Daniel Mair (CSU) präsentierte zwei Lösungsvorschläge. Die Verwaltung könne sich einen Carport als direkten Anbau an der Nordwestecke des Feuerwehrhauses oder ein freistehendes Garagengebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorstellen. Das Einsatzfahrzeug könne bei einer Alarmierung sofort aus dem Unterstand auf die Straße am Busbahnhof oder auf die Simsseestraße fahren.

Die seit Langem geplante Toilettenanlage könne unabhängig davon, entweder im Bereich Busbahnhof ans Feuerwehrhaus angebaut werden oder in das neue Garagengebäude auf der anderen Straßenseite integriert werden. Der Fahrradständer müssen im Bereich des Bushäuschens verwirklicht werden. Mair wies darauf hin, dass beide Standorte mit dem Straßenbauamt abgesprochen werden müssten.

Die Standortvorschläge stießen bei den Gemeinderäten auf wenig Gegenliebe. Die Mehrheit war sich einig, dass beide Lösungen nur ein Provisorium darstellten und bei einer Verwirklichung in kürzester Zeit wieder Geld für eine bleibende Lösung in die Hand genommen werden müsse.

Julian Richter (FWGF) sagte, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel Arbeit und Mittel darauf verwendet habe, das Parkplatzgelände im Anschluss an den großen Spielplatz ansehnlich zu machen. Ein Teil davon müsste für einen Neubau aufgegeben werden.

Mehrere Gemeinderäte wiesen darauf hin, dass bei einem Bau jenseits der Straße mehrere Parkplätze entfielen. Gerade im Bereich des Busbahnhofs würden Parkplätze aber dringend gebraucht. Benno Voggenauer (CSU) gab zu bedenken, dass ein Carport auf der anderen Straßenseite Unfälle provoziere, wenn bei Alarm voll ausgerüstete Feuerwehrleute aus dem Feuerwehrhaus über die Straße zum Einsatzfahrzeug laufen.

Meike Buchauer fand die Idee der Toilettenanlage auf der Westseite der Straße gut: Kinder vom Spielplatz könnten die Toiletten erreichen, ohne die Straße queren zu müssen. Als dritte Lösungsmöglichkeit wurde schließlich eine Nutzung der ostwärts ans Feuerwehrhaus anschließenden Garagen des Bauhofs ins Spiel gebracht.

Der Bauhof verfüge über genügend Möglichkeiten, im Stadel am Sportplatz alle Fahrzeuge unterzustellen und könne daher ein Hallentor unmittelbar neben der Feuerwehr freigeben. Bürgermeister Mair wies darauf hin, dass der Bauhof bereits den Schuppen an der Alten Schule für die neue Sporthalle aufgeben musste. Beim Bauhof gebe es daher keinen freien Stellplatz. Außerdem seien in diesem Fall umfangreiche Umbauarbeiten notwendig.

Stellungnahmen
abwarten

Das Gremium einigte sich darauf, den Tagesordnungspunkt auf die nächste Sitzung zu verschieben, bis dahin die Stellungnahmen des Straßenbauamts, der Feuerwehr und des Bauhofs einzuholen und sich vor der Sitzung zu einem Ortstermin am Feuerwehrhaus zu treffen.

Artikel 1 von 11