„Aufgeweicht und unbespielbar“

von Redaktion

Aschauer Fußballplatz muss dringend renoviert werden – Gemeinderat reagiert

Aschau – Der Sportplatz an der Schützenstraße in Aschau hat nach 50 Jahren das Ende seiner Lebenszeit erreicht. Bürgermeister Simon Frank (ZfA) eröffnete dem Gemeinderat, dass bei einer ausgiebigen Renovierung des Spielfeldes einiges an Ausgaben auf die Gemeinde zukommen wird.

Spielfeldanalyse mit eindeutigem Ergebnis

Bei einer Besichtigung im Herbst 2022 wurde laut dem Rathauschef festgestellt, dass das Rasenspielfeld an der Schützenstraße völlig von Wasser aufgeweicht und teilweise unbespielbar ist. Daraufhin wurden zwei Fachfirmen mit einer Begutachtung beauftragt. Beide kamen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass ein Neuaufbau des Rasens inklusive der kompletten Drainagen notwendig sei. Die geschätzten Kosten belaufen sich dafür auf 80000 bis 100000 Euro.

Der Gemeinderat war sich einig, dass Aschau auch zukünftig einen funktionierenden Fußballplatz brauche. Gerhard Knickenberg (ZfA) wies darauf hin, dass der Platz nicht nur von den beiden aktiven Mannschaften genutzt werde, sondern auch von rund 100 Kindern und Jugendlichen in den Nachwuchsmannschaften. Ein Neubau lasse sich nicht mehr aufschieben, vergleichbare häufig genützte Einrichtungen in der Region wären schon längst restauriert worden, zum Teil mehrfach. Veronika Lang (BBA) ergänzte, dass der Fußballplatz nicht getrennt von den übrigen Sporteinrichtungen gesehen werden dürfe, sondern ein Gesamtkonzept für die Sanierung aller Sportstätten an der Schützenstraße entwickelt werden müsse.

Der Zweite Bürgermeister Michael Andrelang (CSU) bremste dieses Vorhaben ein: „Eine Reparatur der Tartanbahn und des Hartplatzes kostet zwischen 150000 und 300000 Euro.“ So viel Geld stehe der Gemeinde, neben dem Neubau der Priental-Halle, nicht zur Verfügung. Vordringlich sei jetzt die Instandsetzung des Platzes, er habe sich bei den Prüfungen persönlich von der Bodenbeschaffenheit und den verstopften Drainagerohren überzeugt. „An diesen Arbeiten führt kein Weg vorbei.“

Dr. Silke Helfmeyer (FWG) mahnte, die Reihenfolge der Baumaßnahmen zu berücksichtigen; es dürfe nicht sein, dass der frisch angelegte Platz von Baufahrzeugen der Priental-Halle befahren werde.

Peter Thaurer (CSU) forderte, dass sich neben der Gemeinde Aschau auch der WSV Aschau als Platzherr mit einem erheblichen Beitrag an den Baukosten beteilige. Die Gemeinde schaffe sonst Begehrlichkeiten bei allen anderen Ortsvereinen, wenn es hier eine zu große Unterstützung für einen einzelnen Ortsverein gebe.

Dem WSV stünden viele Möglichkeiten offen, erhebliche Summen für den Ausbau zu akquirieren, beginnend beim Glückshafen am Aschauer Markt bis hin zur Durchführung von Festen für die Dorfgemeinschaft.

Sebastian Pertl (FWG) attestierte den Verantwortlichen des WSV Aschau bisher eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Der WSV beteilige sich an den Baukosten und sei bereits dabei entsprechende Summen für einen Neubau anzusparen.

Finanzierung auch über Sponsoren

Bürgermeister Frank ergänzte, dass es dabei um eine Einrichtung für ganz Aschau gehe, entsprechend müssten neben der Gemeinde und dem WSV auch der Fußball-Förderverein sowie örtliche und regionale Sponsoren in die Finanzierung eingebunden werden. Zuschüsse für den Bau könne es auch vom Staat geben, da der Platz für den Schulsport genutzt werde.

Ohne Gegenstimme beschloss der Gemeinderat die Sanierung des Sportplatzes. Das Spielfeld ist von einer Fachfirma zu drainieren und neu aufzubauen. Die Verwaltung wird beauftragt, die möglichen Fördermodelle über den WSV Aschau und die Gemeinde zu prüfen. Eine angemessene Kostenbeteiligung des WSV Aschau ist Voraussetzung für die Maßnahmen-Umsetzung. Die Kosten in Höhe von 100000 Euro sind im Haushalt 2023 zu berücksichtigen.

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