Bad Feilnbach – Nach herausfordernden Jahren der Corona-Pandemie hat sich das Leben im Veteranen- und Kriegerverein Litzldorf wieder einigermaßen normalisiert. Mit den Lockerungen im vergangenen Jahr nutzten Mitglieder die Gelegenheit, sich an Veranstaltungen und Treffen zu beteiligen und sich den gewohnten Vereinsaufgaben zu widmen.
Maß aller Dinge für gutes Gelingen war eine solide Vorstandschaft, die es verstand, in den schwierigen Monaten inneren Zusammenhalt des Vereins zu fördern und die Mitglieder noch enger zusammenzuschweißen. Diese Feststellung war den ausführlichen Rechenschaftsberichten anlässlich einer gut besuchten Jahreshauptversammlung in der „Land Wirtschaft Höß“ in Litzldorf zu entnehmen.
Ehrenwertes Dankeschön für die geleistete Arbeit war eine einstimmige Wiederwahl der bisherigen Vorstandsspitzen mit dem Vorsitzenden Thomas Reiter, seinem Stellvertreter Michael Zinsmeister, Kassier Martin Millauer und Schriftführer Georg Millauer. Das Gremium an Beisitzer bilden Michael Hamacher für Litzldorf, Sepp Stadler für Derndorf und Andreas Braun für Kutterling/Altofing. Michael Seebacher junior und Markus Millauer zeichnen als Fähnriche verantwortlich und werden von Martin Pfandler und Sebastian Langrieder begleitet. Schussmeister ist Michael Paul und die Kasse prüfen als Revisoren Michael Wallner und Michael Paul. Die Legislaturperiode dauert drei Jahre. Die Wahl leitete Bad Feilnbachs Dritter Bürgermeister Christian Bergener, der sich nach einer Satzungsänderung aus dem Jahre 2015 als „Ungedienter“ dem Verein anschließen durfte und sich in guter Kameradschaft wohlfühle.
Im Veteranen- und Kriegerverein Litzldorf ist wieder Leben eingekehrt und begann nach Verschiebungen und nachfolgenden Corona-Lockerungen mit einem Vereinsschießen im Kleinkaliber-Schießstand der Bad Feilnbacher Wendelsteinschützen. Zusammen mit einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft wurde vorm Tiroler Hof ein neuer Maibaum aufgestellt und eine gemeinsame Finanzverwaltung vom Veteranen- und Kriegerverein Litzldorf übernommen.
Der Verein durfte sich wieder an Jahrtagen und Totengedenken innerorts sowie bei den Nachbars- und Patenvereinen beteiligen. Ins würdevolle Bild gliederten sich Fahnenabordnung und Mitglieder beim Patrozinium ein. Auch durften verdiente Mitglieder zu ihren runden Wiegenfesten wieder Glückwünsche persönlich entgegennehmen.
Besonderes Augenmerk galt der Gedenkstätte im Derndorfer Moos am Eingang zur Sterntaler Filze. Zu Beginn des vergangenen Jahres wurden üble Schmierereien an der Gedenktafel, die an abgestürzte und zu Tode gekommene Flieger des Zweiten Weltkrieges erinnern soll, festgestellt. Die Staatsanwaltschaft habe eine Anzeige gegen unbekannt inzwischen eingestellt. Festgestellt habe unter anderem Ehrenvorstand Sebastian Millauer, der sich seit Jahren um die Gedenkstätte bemüht, Beschädigungen an Bäumen im Umfeld der Kreuze an den bekannten Absturzstellen.
Die Kreuze aus Birkenholz werden im Laufe dieses Jahres durch neuere christliche Symbole aus Metall ersetzt und feierlich gesegnet. Beschlossen per Abstimmung wurde abschließend eine Erhöhung des Vereinsbeitrags von derzeit acht auf zehn Euro. Rege Teilnahme erwartet Thomas Reiter an den bevorstehenden Veranstaltungen unter anderem am Bezirkstreffen in Nußdorf.
Traditionsgemäß standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Eine Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft geht an Andreas Höfer. Seit 40 Jahren gehört Klaus Vogt der Litzldorfer Kameradschaft an. Vor 50 Jahren traten, frisch aus der Bundeswehr als Wehrpflichtige entlassen, Andreas Dialler, Josef Grimm und Ehrenvorstand Sebastian Millauer dem Verein bei. pes