Fast eine halbe Million Euro für die Balkanhilfe gesammelt

von Redaktion

130 Pfarreien zwischen Inn und Salzach sind beteiligt – Hilfstransporte lindern die Not in den Krisengebieten

Obing Die Balkanhilfe „Junge Leute helfen“, ein Netzwerk von kirchlichen Gruppen aus 130 Pfarreien zwischen Inn und Salzach, hat im vergangenen Jahr knapp 490000 Euro gesammelt. Enorm sind auch über 20000 von der Bevölkerung gespendete Hilfspakete. Diese wurden mit 55 Sattelzügen in die Krisenregionen der Länder Kosovo, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kroatien und Slowakei gebracht.

Die geschätzt eine Million überbrachten Mahlzeiten wurden insbesondere in vier Armenküchen in Zagreb, Sarajevo, Rreshen und Pristina mit täglich über 1500 Bedürftigen verteilt. In Krankenhäusern, Alten- und Waisenheimen kommen die Hilfsgüter zudem den sozial Schwachen zugute.

Über 20000 Euro wurden konkret für den Ankauf von Kühen, Schafen, Schweinen und Gewächshäusern gespendet. Weitere 23000 Euro wurden für die Ausbildung an 22 Studenten überwiesen, zu denen ein enger Kontakt besteht. Diese Nachhaltigkeitsprojekte tragen die größten Früchte und geben die meiste Hoffnung, so die Organisatoren.

Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch Helfer aus verschiedensten katholischen Gruppen wie der Landjugend, den Katholischen Frauengemeinschaften, den Kolpingfamilien, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, der Katholischen jungen Gemeinde, Burschenvereinen, Ministranten, Pfadfindern, Landvolk sowie den Pfarrgemeinderäten aus 130 Pfarreien.

Eine Firma aus Großbergham bei Obing stellte ihre neue, große Gewerbehalle zur Verfügung und allein dort nahmen 200 Jugendliche über 20000 Bananenkisten aus den Pfarreien entgegen, verluden diese auf die ersten Sattelzüge oder stapelten diese auf Paletten für weitere Transporte.

Geschätzt 7000 Einzelspenden gingen zudem auf dem Spendenkonto und in den Sparschweinen an den Sammelpunkten ein. Viele Einzelaktionen wie Klopfersingen, Adventsmärkte oder Punschverkauf waren dieses Mal ebenso möglich. Insgesamt wurden über 1000 Lebensmittelpakete von Spenderfamilien gepackt.

Lobenswert sind viele Firm- und Landjugendgruppen aus der Region sowie ein treues „Rentnerteam“ um Lagerleiter Sepp Mittermaier, die das ganze Jahr über wöchentlich etwa zehn bis über 15 Tonnen Hilfsgüter verladen und auf den Weg bringen.

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