Neubürger tun sich mit neuen Kontakten schwer

von Redaktion

„Senioren bauen Brücken“ hat wöchentlichen Stammtisch eingerichtet – Wunsch nach gemeinsamen Kulturbesuchen

Brannenburg – Von ersten Erfolgen des Leader-geförderten Projekts „Senioren bauen Brücken“ berichtete Projektleiterin Gabriele Dorn in der jüngsten Sitzung des Brannenburger Gemeinderats. Initiiert wurde das Konzept zur Vernetzung vom Christlichen Sozialwerk Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach. Durch die neue Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Karfreit-Kaserne hat sich die Brannenburger Gesamtbevölkerung in wenigen Jahren um rund ein Fünftel vergrößert, darunter auch viele ältere Menschen, die sich für das Mehrgenerationenprojekt „Dahoam im Inntal“ entschieden.

Allerdings sei es für viele Neubürger nicht ganz einfach, Kontakte zu knüpfen und neue Bekanntschaften zu schließen. Um überhaupt einen Einblick in die Wünsche und Erwartungen der Senioren aus allen Brannenburger Ortsteilen zu bekommen, startete im vergangenen Jahr eine Fragebogenaktion, bei der etwa die Hälfte aller Rückmeldungen aus Sägmühle kam.

Ganz oben auf der Liste stand dabei der Wunsch, gemeinsam Veranstaltungen aus Kunst und Kultur zu besuchen, was bereits mit diversen Opern- und Konzertbesuchen umgesetzt werden konnte, erzählte Projektleiterin Dorn.

Senioren aus ganz Brannenburg treffen sich mittlerweile auch zum Boule-Spielen und zum Nordic Walking. Als Höhepunkt bezeichnete Dorn die monatliche „Fahrt ins Blaue“: Das Konzept bringt „die Leute sowohl zueinander als auch einmal raus aus dem Dorf“. Groß ist bei vielen Senioren zudem der Wunsch, ehrenamtlich tätig zu werden, wofür Projektleiterin Dorn bereits eine Vermittlerrolle einnehmen konnte.

Neue Kontakte können auch beim wöchentlichen Stammtisch jeden Freitag ab 18 Uhr im Sportheim Brannenburg geknüpft werden.

Für dieses Jahr ist eine Erweiterung der Konzert- und Theaterfahrten geplant, erklärte Projektleiterin Dorn weiter. Gleichzeitig müssen heuer die Weichen gestellt werden, wie das Konzept nach Auslaufen der Förderphase zum Jahresende auf ehrenamtlicher Basis weitergetragen werden kann.mc

Artikel 1 von 11