Zum Leserbrief „Der Bau einer Umgehungsstraße in Halfing ist ein Irrsinn“ von Beate Heinrich, Bürgerinitiative „Wir Halfinger“ (Lokalteil):
Die „Wir Halfinger“ haben im Leserbrief vom 7. Februar durch Frau Heinrich wiederum die Sorgen, Nöte und Ängste der Mitbürger ignoriert. Im ISEK-Maßnahmenkatalog vom 12. Juni 2021 zur Verkehrsbelastung steht (Zitat): „… muss eine Lösung gefunden werden“. Als Ingenieur schäme mich für das desaströse Fazit der Schirmer Ingenieure im ISEK-Projektkatalog, es handle sich bei dem Verkehrsaufkommen in Halfing (Zitat): „größtenteils um Binnenverkehr“. Und daraus die Unnötigkeit der Umgehung abzuleiten, ist unerklärlich dilettantisch. Ohne ihre eigentlichen Gründe zur Ablehnung anzuführen, wird von „Wir Halfinger“ – zutreffender „Wir Umgehungstraßenanlieger“ – von Frau Heinrich die Umgehungsstraße, wohl emotional basierend, als Irrsinn und folgenschweres Vorhaben bezeichnet und es gebe nebulös wissenschaftlich bewiesen viele Gründe dagegen. In 2023 gibt es allein in Bayern nach Lesart von ihr etwa 600 „irrsinnige“ Gemeinden, die für ihren Ort fürsorglich eine Umgehung planen. Wie irrsinnig waren unsere Gemeinderäte, die vor 80 Jahren die Umgehung geplant haben? Frau Heinrich stellt die Verkehrsbelastung mit deren Folgen des frühen Versterbens ihrer Mitbürger und den Schäden an der Infrastruktur an den Durchgangstrassen unfassbar als zeitweise „nicht angenehm“ dar. Seit Jahren hört man von den Gegnern das inhaltlose, ausgelutschte Argument zur Verkehrsentlastung Zitat: „vielen Möglichkeiten … zur Entlastung“. Es gab bisher 0,0 Realisierbares zur Verkehrsreduzierung.
Wenn der Gemeindehaushalt alle Verkehrsruinen an Durchgangsstraßen mit vielen Millionen aufgekauft hat, und die betroffenen Einheimischen weggezogen sind, haben die „Wir Halfinger“ ihre gewollten unbewohnten Lärmschutzwälle. Halfing sieht dann innerorts richtig schäbig aus.
Rainer Zahnweh
Halfing