Aschau – „Die Arbeiten an der Priental-Halle werden gegenwärtig ohne nennenswerte Schwierigkeiten ausgeführt und wir liegen gut im Zeitplan“, informierten Christian Moosrainer vom Fachbereich Bauwesen und Architekt Rafael Schulik jüngst den Aschauer Gemeinderat über die Baufortschritte der neuen Halle an der Schützenstraße. „Die Betonarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, jetzt beginnen die Holzarbeiten der Zimmererfirma. Diese hat einen Großteil des Baus bereits daheim in der Bauhalle vormontiert und kann die Bauteile fertig auf die Baustelle bringen und einbauen.“
Preis für Holz und Stahl stark gestiegen
Allerdings, so wurde in der Gemeinderatssitzung mitgeteilt, sei die ursprüngliche Kostenrechnung aus dem Jahr 2021 weiter angestiegen. Damals war der Bau mit einer Summe von 8,6 Millionen Euro veranschlagt. Aufgrund der explodierenden Baupreise steigen die Kosten nun auf gut 10,3 Millionen Euro.
Architekt Rafael Schulik wies in diesem Zusammenhang auch auf die stark gestiegenen Preise für Holz und Baustahl im vergangenen Jahr hin.
Christian Moosrainer trug dem Gremium die Möglichkeiten für die Technikausstattung der Räume im Obergeschoss und in der Halle vor. Nach dem gültigen Konzept müssen neben der eigentlichen Halle noch drei weitere Räume im Obergeschoss beschallt werden. Die 2021 veranschlagten Kosten von 18000 Euro für die dafür notwendige Ausstattung sind auf mittlerweile 22000 Euro angestiegen. Enthalten sind darin jeweils ein Einspielgerät und zwei Lautsprecher für die Sporträume und den Gemeinschaftsraum im Obergeschoss sowie ein weiterer Einspieler und vier Lautsprecher für die Halle.
Bislang geplant war eine Beschallung, die sich für Durchsagen eignet oder auch zum Musikhören – aber nur, wenn alles leise ist. Der tatsächliche Bedarf in den Sporträumen im Obergeschoss stelle sich nach Abfrage bei den potenziellen Nutzern zwischenzeitlich jedoch vollkommen anders dar, so Moosrainer. Die Technik sollte demnach verschiedenste Veranstaltungen ermöglichen, die von Jazz-Gymnastik über Zumba bis hin zu Trainingszwecken der Faschingsgarde oder dem Trachtenverein reichen. An Seminare und Schulungen ist ebenso gedacht wie an Theater- oder Filmvorführungen. Die Bandbreite ist also äußerst vielseitig und beschallungstechnisch anspruchsvoll.
Diskussion über Technikausstattung
Die Räume im Obergeschoss mit ihren Funktionen sind integraler Bestandteil des Hallenkonzeptes, da ihr Betrieb die Hallenbelegung entlastet. Die Möglichkeiten ihrer Nutzung könnten laut Christian Moosrainer mit geringen Änderungen des Konzepts und einer Erweiterung der Technikausstattung verwirklicht werden. Durch die Installation bereits im Rohbau würde sich im Obergeschoss der Festeinbau der Beschallungselemente an Wand oder Decke anbieten. Die Brutto-Mehrkosten für die Gesamtausstattung – bestehend aus Beschallung, Licht und Beamer – für Gemeinschaftsraum, die beiden Sporträume sowie die Turnhalle bezifferte Moosrainer auf rund 57000 Euro.
Der Gemeinderat war mit dieser unerwarteten Kostensteigerung nicht einverstanden. Die ursprünglich angesetzten Kosten von rund 22000 Euro müssten ausreichen. Das Gremium war sich einig, dass der Beschallungsbedarf erst beim tatsächlichen Betrieb der Räume ermittelt werden könne und dann entsprechend nachgerüstet werden müsse. Beim Bau sollten entsprechende bauliche Voraussetzungen, wie der Einbau von Leerrohren zur Installation von später wirklich benötigten Anlagen, geschaffen werden. Die Anlagen als solche sollen jedoch erst später – je nach konkretem Bedarf – erworben werden.
Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einstimmig, einen Alternativvorschlag auszuarbeiten, der die ursprünglich vorgesehenen Kosten von rund 22000 Euro einhält. Die Beschaffung der notwendigen Ein- und Ausgabegeräte wird zu gegebener Zeit wieder thematisiert.