Raubling – In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand das Thema „Hochwasserschutz“ im Vordergrund. Neben dem „Integralen Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept“ ging es auch um den Litzldorfer Bach in Kirchdorf an der Neubeurer Straße und um den Kuckucksweg in Raubling.
An der Engstelle im Litzl-dorfer Bach in Kirchdorf an der Neubeurer Straße überflutete das Hochwasser die Kreisstraße sowie Keller der anliegenden Wohnhäuser. „Wenn die Rückflussklappe wegen dem vielen Wasser zumacht, dann kann das Wasser auf der gegenüberliegenden Seite auch nicht mehr weiter und staut sich zurück in die Straßen und läuft schließlich bis zu den Häusern“, berichtet Bürgermeister Olaf Kalsperger über die damalige Hochwassersituation. „Gemäß hydraulischer Berechnung ist das Kanalsystem bei Starkregenereignissen auch ohne Rückstau aus dem Bach stellenweise überlastet“ erklärt Josef Bichler vom Ingenieurbüro Bichler und Klingenmeier in Bernau. Das Ingenieurbüro mit einer Projektlösung beauftragt. Drei Lösungsvorschläge wurden nun in der Sitzung vorgestellt.
In der Variante eins müsste ein Ableitungskanal in den Begleitgraben verlegt werden, bei der Variante zwei ein Pumpwerk erstellt und bei der Variante drei ein Ableitungskanal und Aufdimensionierung der Kanäle erfolgen. Die Schätzkosten wurden für die Variante eins mit 256000 Euro, für die Variante zwei mit 796000 Euro und für die Variante drei mit 589000 Euro angesetzt. Empfohlen wurden vom Ingenieurbüro die Varianten eins und drei.
Das Gemeinderatsgremium entschied sich einstimmig für die Anwendung der Variante eins, wobei bei späterem Ausbau auch die Erweiterung wie bei der Variante drei, das heißt, zusätzliche Aufdimensionierung der Kanäle möglich sein soll.
Des Weiteren wurde für eine Anböschung von 70 Zentimetern auf einer Länge von 17 Metern als Hochwasserschutz im Bereich Kuckucksweg einstimmig votiert. ru