Peter Gasteiger amüsiert mit Einblick in die Psyche der Schnecken

von Redaktion

Jahreshauptversammlung des Nußdorfer Obst- und Gartenbauvereins mit Vortrag und Vorstellung des Jahresprogramms

Nußdorf – Eine Vereinsversammlung muss keine trockene Pflichtveranstaltung sein. Dies konnten die Besucher der Jahresversammlung des Nußdorfer Obst- und Gartenbauvereins im gut besetzten Saal des Schneiderwirts erleben, denn sie war nicht nur informativ, sondern auch amüsant.

Ein Lichtbildvortrag ließ das vergangene Jahr einmal präsent werden. „In diesem Jahr fällt der Jahresbericht 2022 nicht ganz so üppig aus“, sagte Schriftführer Jana Broszeit – die Corona-Pandemie sorgte für Unsicherheit bei den Planungen. Aber – die Gartenfreunde sorgten für Artenvielfalt. Dafür seien die Flächen von der Vorstandschaft vorab gefräst worden, „und das Saatgut wurde nach den Eisheiligen eingesät und gewalzt“, so Broszeit. Das Frühjahr ist eine gute Zeit, um Blühsträucher zurückzuschneiden. Durch den Schnitt bekommen die Ziersträucher eine schöne Form und werden zu üppiger Blüte angeregt. Aus diesem Grund führte der Verein einen Sträucher-Schnittkurs durch.

Die Gartenwichtel trafen sich zum Palmbuschen binden und zum Basteln für den Muttertag. Für Pflanzenfreunde gab es einen Pflanzenflohmarkt. Am Römerweg wurde ein neues Feldkreuz feierlich von Pfarrer Christoph Rudolph eingeweiht. Auf dem Vereinsgelände an der Grundschule wurde ein Bohnentipi errichtet. Für Furore sorgte jedes Jahr im Herbst die illustre Gesellschaft der Kürbismandl auf dem Dorfanger. Kurz darauf folgte der Bauernmarkt mit dem Apfelkuchenfest. Nach zwei Jahren durfte der Verein endlich wieder seinen Christkindlmarkt auf dem Dorfanger durchführen.

Maria Liegl, Vorsitzende des Nußdorfer Obst- und Gartenbauvereins, stellte die Jahresplanung vor. Demnächst wird es für die Rosenfreunde des Vereins einen Rosenschnittkurs mit Alois Benkert geben. Für April laden die Hobbygärtner wieder zum Pflanzenflohmarkt an der Grundschule ein. Wer sich mit Grünem und Blühendem preisgünstig eindecken möchte, dürfte fündig werden.

Von der Gartenbäuerin Hedwig Öttl aus Riedering können im April interessierte Freizeitgärtner lernen, wie dekoratives und nützliches Flechtwerk für Terrasse und Garten angefertigt wird. Ein wenig ausruhen dürfen sich die Gärtner schließlich im Juni, wenn sie ein zweitägiger Vereinsausflug ins Allgäu führt. Es steht eine Besichtigung einer Obstplantage und eines Gemeinschaftsgartens auf dem Programm. Für Juli ist die Besichtigung des Permakulturgartens „Mellaland“ der Familie Rüth am Samerberg geplant, im August steht ein Besuch bei der Gartenbäuerin Bettina Preisinger in Thal bei Tuntenhausen an. Von weit her kommen bereits seit vielen Jahren die Besucher des Nußdorfer Bauernmarktes, der heuer wieder im September stattfinden wird. Hier werden bäuerliche Produkte und Schmankerl aus der Region an den Marktständen angeboten. Schließlich soll das Gärtnerjahr mit dem traditionellen Christkindlmarkt am Dorfanger enden.

Als Gastreferent konnte Peter Gasteiger, Gärtner in der Klostergärtnerei Gars am Inn, begrüßt werden. Er referierte über das Thema „Gemüseanbau im eigenen Garten.“ Kein trockenes Thema, dass althergebrachte Selbstverständlichkeiten gärtnerischen Grundwissens noch einmal lau aufkocht. Mit einem großen Sachverstand gestaltete er seine Präsentation auf unterhaltsame Art. Dabei beschäftigte er sich auch amüsant mit der Psyche von Schnecken.stv

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