Bis zum letzten Router

von Redaktion

Telekom will Stephanskirchen mit Glasfaser ausstatten

Stephanskirchen 4800 Haushalte – und damit ganz Stephanskirchen – will die Telekom in den nächsten Jahren ans Glasfaserkabelnetz anschließen. Und das bis hin zum Router. So sie der Hausbesitzer hinein lässt. Kosten für die Gemeinde? Keine. Kosten für die Hausbesitzer? Auch keine.

Der Vectoring-Ausbau vor einigen Jahren sei die Grundlage für den jetzigen Glasfaserausbau, so Norbert Kreier von der Telekom, zu den Gemeinderäten. Darauf könne man jetzt aufsetzen. Und damit das schnelle Internet in jeden Haushalt bringen. „Sie werden in der Gemeinde in den nächsten Jahren keine Probleme mit Breitbandversorgung haben“, versicherte Kreier.

15 Kilometer
Tiefbau

Kreier sprach von 15 Kilometern Tiefbau und 2300 Gebäudeanschlüssen. Beim Verlegen der Kabel kämen Fräsmaschinen zum Einsatz, damit seien die Arbeiten weniger laut und deutlich schneller. Dass die Glasfaserkabel dann nur etwa 40 Zentimeter unter der Erde liegen, das gefiel einigen Ratsmitgliedern gar nicht. Sie befürchteten eine erhöhte Störanfälligkeit, was Kreier bestritt. Auch in den Häusern würden die bisherigen Kupferkabel durch Glasfaser ersetzt. 2025 geht es laut Kreier los, „wir bauen für die nächsten 100 Jahre.“

Die Telekom nutzt das Netz nicht alleine. Mit zwei Anbietern laufen laut Kreier noch Gespräche, mit Vodafone, 1&1 sowie Telefonica sei man sich schon einig. Die Komro ist laut ihrem Marketingleiter Frank Pauler nicht mit der Telekom im Gespräch. „Wir bieten seit zehn Jahren etwa 20 Prozent der Adressen im Ortsbereich Stephanskirchen schnelles Gigabit-Internet, TV und Festnetztelefonie über unser bereits bestehendes Glasfaser-Kabelnetz an“, erklärt Pauler. „Wir sind mit unseren Anschlüssen also oft schon dort, wo andere Anbieter erst Kabel verlegen müssen.“ Wenn durch die Aktivitäten des Mitbewerbers die Nachfrage nach schnellen Internet-Anschlüssen in der Region noch gesteigert werde, sei das auch für Komro erfreulich.

„In Stephanskirchen bricht die digitale Revolution aus. Toll“, freute sich Johannes Lessing (Die Grünen). Hubert Lechner (Parteifreie) kommentierte: „Eine Entwicklung, die durch Corona beschleunigt wurde.“ Kopfnicken allerseits und nur eine Stimme gegen die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung.

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