Kiefersfelden – Ein deutliches Einnahmenplus des Gesamthaushalts für das vergangene Jahr konnte Kämmerin Karin Stelzer in der jüngsten Gemeinderatssitzung verkünden. Waren ursprünglich knapp 32 Millionen Euro vorhergesagt, erhöhten sich die prognostizierten Einnahmen um rund vier Millionen Euro auf nunmehr gerundete knappe 36 Millionen Euro (Prognose: 32 Millionen). Davon umfasst der Verwaltungshaushalt 24,852 Millionen (22,485) und der Vermögenshaushalt 11,091 Millionen Euro (9,467). Im Rahmen des Jahresabschlusses konnten insgesamt 4,577 Millionen Euro den Rücklagen zugeführt werden, die sich damit auf rund 9,637 Millionen Euro summierten. „Die werden wir auch dringend brauchen“, dämpfte die Finanzfachfrau mögliche übersprudelnde Erwartungen, „denn spätestens im übernächsten Jahr rechnen wir mit einer deutlichen Erhöhung der Kreisumlage und mit Kürzung von Zuweisungen“.
Hauptsächlich sprudelnde Steuern und auch erhöhte Zuweisungen haben dieses Plus in die Gemeindekasse gespült, aber auch bei den Ausgaben und Zuschüssen konnte einiges gespart werden. Die Kämmerin führte das Beispiel des Kieferer Freizeitbades „Innsola“ auf. Dessen Einnahmen erhöhten sich im abgelaufenen Jahr auf gut 852000 Euro. Dadurch konnte das Defizit auf fast die Hälfte minimiert werden auf nur noch gut 200000 Euro. Und diese Mehreinnahmen und Ausgabenminimierung zieht sich wie ein roter Faden durch die jetzt vorgelegte Jahresrechnung des letzten Jahres.
Und zu guter Letzt hatte die Kämmerin noch eine weitere gute Nachricht, denn der Stand der gemeindlichen Schulden ist weiter gesunken, auf nunmehr knapp 2,221 Millionen Euro. Möglich wurde das durch eine weitere ordentliche Schuldentilgung in Höhe von 1,539 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt zum Jahresende 2022 auf 328,15 Euro, im Jahr 2021 waren es noch 551 Euro.
Dieses Vorergebnis nahmen sowohl die Gemeindevertreter als auch die vielen Zuhörer durchwegs erfreut zur Kenntnis, eine genaue Aufschlüsselung der Zahlen wird in einer der nächsten Ratssitzungen erfolgen.