Kiefersfelden – Eine gelungene Aufführung gibt es derzeit in Kiefersfelden zu sehen, und als hätten schon alle zuvor um den Erfolg gewusst, war die Premiere in der Schulturnhalle nahezu ausverkauft. Bereits in der Pause zwischen den beiden Akten war der Erfolg der Aufführung faktisch besiegelt. Es gab nur Lob – für die Akteure, die Spielleitung und Helfer vor und hinter der Bühne. Obwohl man ja gerade bei Künstlern nicht den Tag vor dem letzten Vorhang loben sollte.
Sechs „Ersttäter“
unter den
Schauspielern
Noch bevor sich der Vorhang erstmals hob, waren der vorsichtige Optimismus und auch die leichte Nervosität bei Spielleiterin Monika Keiler spürbar. Ihre 17 jungen Akteure, darunter sechs „Ersttäter“ – die vorher noch nie auf der Bühne standen – hatten alles Mögliche für das Gelingen der Premiere getan. Seit vergangenem September probten sie in wöchentlichem Turnus und selbst den Ausfall eines Akteurs, nur drei Tage vor der ersten Aufführung vor Publikum, kompensierten sie mit mindestens gleichwertigem Ersatz. Als erstes bot sich den vielen Zuschauern ein Blick in den Sternenhimmel mit einem „Fixstern“ in der Mitte. Umrahmt von Engeln, die noch nicht den Status eines Schutzengels hatten und auf ihren Einsatz auf der Erde warteten. Die Zeit verkürzte ihnen der Stern mit dem Lied „Weißt Du, wie viel Sternlein stehen“. Doch es klang schaurig als er sang – eine Herausforderung für jeden Gesangsunterricht. Dem machte der Oberengelrat endlich ein Ende und zitierte den „Engel 7499“ zu sich, um ihn auf seine Prüfung als Schutzengel vorzubereiten.
Ein Trank soll zum
Sturz des Königs
führen
Über eine Regenbogenrutsche ging es für ihn schnurstracks auf die Erde, mitten ins Königreich Mirabell, wo so einiges an Arbeit auf ihn wartete. Denn schlimme Dinge passieren dort, weil die Königin zusammen mit ihrem Sohn Prinz Quintus und dem Giftpilz „Trollbold Knoll“ eine fürchterliche Intrige vorbereitet. Diese sollte zum Sturz des Königs führen, damit sich die Königin die Krone aufsetzen kann. Der „Trank des Vergessens“ wird von den Intriganten in einer mystischen, dunklen Höhle gebraut und soll dem König und seiner lieblichen Tochter, Prinzessin Mirabella, bei passender Gelegenheit verabreicht werden, damit sie vergessen, was sie sind und aus ihrem Reich vertrieben werden können.
Doch hier kommt nun der „Engel 7499“ zum Einsatz: Gelingt es ihm, den armen Burschen Mika, in Wahrheit ein Prinz, und dazu noch unsterblich verliebt in die Prinzessin, von dem teuflischen Plan in Kenntnis zu setzen? Können die beiden noch das sich anbahnende große Unheil verhindern und die Königin und ihren Sohn von dem teuflischen Plan abbringen? Kann dann auch noch Mika seine geliebte Prinzessin Mirabella heiraten? Letztlich nicht nur eine Mammutaufgabe für den Engel, der sie lösen sollte, um ein Schutzengel zu werden.
Eine besondere
Belohnung vom
Bürgermeister
Ob und wie ihm das gelingt, soll offen bleiben. Ein Besuch der Vorstellung des Kindermärchens „Ein Engel für Mirabella“ kann da Abhilfe schaffen. Es lohnt sich, denn wie die jungen Akteure das Märchen von Antje König auf der Bühne umgesetzt haben, verdient Lob und Anerkennung. Und das gab es zum einen in Form eines langanhaltenden Beifalls am Ende des Stücks und zum anderen durch eine Einladung von Bürgermeister Hajo Gruber für einen kostenlosen Besuch des Freizeitbades „Innsola“.
Weitere Vorstellungstermine sind Samstag und Sonntag, 18. und 19. März, sowie 25. und 26. März, in der Schulturnhalle. Der Vorhang hebt sich um 15.30 Uhr. Karten gibt es bei „Tabak-Land Zaglacher“ in der Dorfstraße 34 und an der Nachmittagskasse.