Schulden sinken

von Redaktion

Gemeinderat Kiefersfelden segnet Haushalt einstimmig ab

Kiefersfelden – In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ging es hauptsächlich um die Finanzen der Kommune für dieses Jahr, die sich im absolut positiven Bereich bewegen. Die Eckdaten dieses umfangreichen Zahlenwerks stellte Kämmerin Karin Stelzer in Wort und Bild dem Gremium vor, das danach den Haushalt für das Jahr 2023 ohne Gegenstimme abgesegnete.

Mit einem Gesamtvolumen von 25,753 Millionen Euro liegt er zwar deutlich unter dem Wert des Vorjahres (31,953), „doch das Positive ist die Überdeckung im Verwaltungshaushalt von gut 3,803 Millionen Euro, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden und die wir sicher auch in den nächsten Jahren gut brauchen können“, so die Fachfrau.

Keine Kreditaufnahme
vorgesehen

Einzeln stellen sich die Zahlen so dar: Der Verwaltungshaushalt summiert sich demnach auf 19,473 Millionen Euro (22,486) und der Vermögenshaushalt umfasst 6,280 Millionen Euro (9,467). Neben der schon erwähnten Zuführung zum Vermögenshaushalt ist heuer keine Kreditaufnahme vorgesehen, bei einer erneuten kräftigen Schuldentilgung, die sich auf knapp 580000 Euro beläuft und den Schuldenstand der Gemeinde auf 1,641 Millionen Euro absenkt, was dann einer Pro-Kopf-Verschuldung von 242,49 Euro entspricht.

Ausführlich ging Karin Stelzer dann auf die wichtigsten Positionen des Haushalts ein. Die Zahlen des Verwaltungshaushalts setzen sich hauptsächlich aus Steuern und Zuweisungen in Höhe von 13,795 Millionen Euro, den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb (4,921 Millionen) sowie den Finanzeinnahmen (757200) zusammen.

Die sonstigen Finanzausgaben, wie die Kreisumlage, die über 3,8 Millionen Euro liegt und die schon erwähnte Zuführung zum Vermögenshaushalt, erreichen in diesem Jahr gut 8,344 Millionen Euro, gefolgt von den Personalausgaben mit 5,576 Millionen Euro, „was aber auch immer von den jeweiligen Tarifverhandlungen abhängig ist“, schiebt die Fachfrau nach. Dicht dahinter rangiert der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit 5,086 Millionen Euro, während sich die Zuweisungen und Zuschüsse mit 466 000 Euro eher im finanziellen Hintergrund tummeln.

Die Einnahmen des Vermögenshaushalts überdeckt die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (3,803 Millionen); aus den Bereichen Zuwendungen und Zuschüsse kommen noch 1,257 Millionen Euro hinzu und die Rücklagenentnahme beläuft sich auf 1,112 Millionen Euro. Die Einnahmen von rund 109000 Euro durch verschiedene Beiträge komplettieren diesen Bereich. Demgegenüber stehen die Ausgaben, wo vor allem die anstehenden Baumaßnahmen den dicksten Batzen in Höhe von 3,737 Millionen Euro ausmachen. Der Erwerb von Anlagevermögen, gepaart mit dem Grunderwerb, machen 1,877 Millionen Euro aus und wie bereits erwähnt ist die Kredittilgung auf knapp 580000 Euro etatisiert.

Genauer ging die Kämmerin auf die geplanten Baumaßnahmen ein. So werden die Ausgaben im allgemeinen Straßenbau, also die Erhaltung und Sanierung der Verkehrswege, eine knappe halbe Million Euro erreichen, gepaart mit der Erschließung des Sonnenwegs, allgemeiner Brückenbaumaßnahmen und der Schaffung eines Radweges vom Penny-Markt in Richtung Tiroler Staatsgrenze, entlang der Kufsteiner Straße.

Investitionen in die Kläranlage lässt sich die Gemeinde heuer rund 510000 Euro kosten und an der Uferpromenade des Kieferbachs soll eine Treppenanlage für 120000 Euro den Naherholungswert des Ortes steigern.

Die Dachsanierung der alten Pfarrkirche auf dem Bergfriedhof ist Gemeindesache und wird auf 80000 Euro veranschlagt und auch der Austausch des Blockheizkraftwerks im Freizeitbad Innsola ist mit 100000 Euro erwähnenswert. Recht Erfreuliches vermittelte die Kämmerin abschließend auch zur Rücklagenentwicklung, die sich zum Jahresende auf gut 8,605 Millionen Euro belaufen sollte, „aber das ist die Planung, wir wissen nicht, wie sich das alles noch entwickelt“, bremste sie die gute Stimmung etwas ein.

„Nur Positives
im Zahlenwerk“

Bürgermeister Hajo Gruber (UW) erkannte, „dass wir die guten letzten Jahre durchaus genutzt haben, um ein finanzielles Polster aufzubauen und wir werden auch die kommenden Jahre gut meistern.“ UW-Sprecher Sebastian Bleier hat „nur Positives in dem Zahlenwerk gefunden, was wollen wir mehr.“ Für die CSU ergriff Stefan Schroller das Wort und er fand „nur warme Worte“ für diesen Haushalt. „Er ist bestens vorbereitet und auch übersichtlich, besser können wir es uns nicht wünschen.“ Auch im Namen seiner Fraktion bedankte er sich „für die Arbeit, die hinter diesem ausführlichen Zahlenwerk steht.“

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