Riedering – Gut besucht war die Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Riedering. Der Vorsitzende Stephan Lindner gab einen Ausblick auf anstehende Aktivitäten. Neben dem Obstbaum-Schnittkurs und dem Pflanzen-Flohmarkt stehen Wanderungen zu Obstgärten in Niedermoosen und Ratzing im Mittelpunkt. Ziel sei es, mehr Mitglieder zu gewinnen, erklärte Lindner. Angefangen mit Gartenprojekten für Kinder und Jugendliche wie dem Ferienprogramm bis hin zur Verwirklichung eines Gemeinschaftsgartens zum Gärtnern, Ratschen und Feiern.
Was das Projekt Gemeinschaftsgarten betreffe, so sei Bürgermeister Christoph Vodermaier bereit, den Verein bei der Suche nach einem Grundstück zu unterstützen, wie er betonte. „Wobei es leider an geeigneten Gemeindegrundstücken mangelt.“
Georg Loferer, Pomologe beziehungsweise Obstbaukundler und Vorsitzender des OGV Rohrdorf, berichtete vom Apfel-Birne-Berge-Projekt. Ziel sei es, Apfel- und Birnensorten nachzuziehen. Einerseits um die Vielfalt in den öffentlichen Reisergärten als „Arche Noah“ zu verdeutlichen. Andererseits, um jene unbekannten lokale Sorten zu identifizieren, die für eine größere Verbreitung durch Baumschulen in Frage kommen. Bisher habe man 260 Sorten vor dem Aussterben bewahrt. Über 250 Fruchtproben konnten nach der Kartierung auch von namhaften Pomologen nicht bestimmt werden. Bei manchen Sorten sei die Herkunft bekannt.
Loferer machte auch auf den Streuobstpakt der Staatsregierung aufmerksam. Demzufolge werden eine Million Bäume gepflanzt. Um den Streuobst-Anbau zu fördern, sind Obstbäume kostenfrei über die Gartenbauvereine zu bestellen, erklärte Lindner. Über Thomas Pummerer, den ehemaligen Vorsitzenden, können diese angefordert werden. Dieser habe sich bereit erklärt, alle Vorgaben zu erklären. elk