Schnaitsee – „Der VdK-Ortsverband Schnaitsee ist ein echter Schatz für die Gemeinde. Er setzt sich für die Schwachen ein und hat viel Kompetenz in Notlagen“, hob Bürgermeister Thomas Schmidinger den hohen Wert des VdK hervor. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Zur Post“ lobte Schmidinger das Führungsteam um Vitus Pichler. „Zusammen mit dem VdK können wir im Sozialkreis viel bewegen. Es werden viele Bevölkerungsteile abgedeckt. So entsteht das Wissen, wo Hilfe gebraucht wird.“ In diesem Zusammenhang dankte Schmidinger allen Bürgern, die dafür gesorgt haben, dass der Sozialfonds immer gut gefüllt ist.
Unbürokratische Hilfe mit über 20000 Euro
„So konnten wir im letzten Jahr mit über 20000 Euro unbürokratisch helfen. Und da hat auch der VdK stark mit beigetragen“, freute sich der Rathauschef.
Nach dem Gedenken an das verstorbene Mitglied Hans Wolsberger blickte Vorsitzender Vitus Pichler auf eine derzeit schwierige sozialpolitische Lage. „In einer Zeit, wo viele Bürger unter den sozialen Folgen der Pandemie und auch unter den steigenden Kosten durch die Inflation leiden, wird es für uns eine große Herausforderung sein, den Menschen zu helfen.“ Er wies auf eine notwendige und grundlegende Reform des Rentenwesens hin. „In die Rentenversicherung müssen alle einzahlen. Unser Nachbarland Österreich hat es uns vorgemacht. Dann wird die Rente gerechter. Der VdK wird in dieser Beziehung nicht locker lassen. Wir müssen gegen die Altersarmut konsequent angehen.“
Auch Pichler lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Sozialkreis und hob den Einsatz der Mitarbeiter im Rathaus hervor. Es folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder: Zehn Jahre sind Anita Fill, Johann Kirmaier, Christa Pirkl, Karsten Stacklies, Brigitte und Karl Seidl, Jürgen Weiner und Franz Utz dabei. Seit 25 Jahren sind Gerda Hochhäusl und Christian Balk Mitglieder. Für 30 Jahre wurde Mathias Mödl ausgezeichnet. Und sogar schon 40 Jahre dabei sind Georg Fill und Margarethe Ludwig. „Leider können viele Jubilare wegen Krankheit oder Altersbeschwerden nicht zur Versammlung kommen. Die Urkunden werden wir persönlich überbringen.“
Alois Graßl musste im Kassenbericht ein Minus verzeichnen. Das Defizit hat sich vor allem wegen der „nicht mehr durchführbaren Haussammlung“ ergeben, erklärte er. „Statt rund 4000 Euro in den Jahren vor Corona gingen nach einem Spendenaufruf im Gemeindeblatt gerade einmal 180 Euro ein. Da die Hälfte der Sammlung in der Gemeinde bleibt, schmälert das unser Säckel enorm.“ Heuer sollen die Spendenaufrufe persönlich in den Briefkästen der Bürger landen.
Hedwig Scholz von der Kreisgeschäftsführung gab imposante Mitgliederzahlen bekannt. „Allein der Schnaitseer Ortsverband hat aktuell 234 Mitglieder. Im Kreis sind es schon über 14400 und in Bayern rund 770000. Bundesweit haben wir 2,1 Millionen Mitglieder. Und die Zahlen steigen ständig.“ Scholz ist seit letztem Sommer die Koordinatorin der Pflegebegleitung im Landkreis.
„Wir suchen händeringend Mitglieder, die uns bei der Pflegebegleitung ehrenamtlich unterstützen“, richtet sie einen Appell an die Versammlung. Sie erläuterte, dass die Pflegebegleiter keine Pfleger sind, sondern nur zur Entlastung der pflegenden Familienangehörigen für Stunden den Pflegebedürftigen begleiten.