Seit 50 Jahren aktiver Retter am Weitsee

von Redaktion

Schnaitseer Wasserwacht ehrt Alois Dirnaichner und Hartmut Mandetzky

Schnaitsee – Im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Schnaitseer Wasserwacht im „Bistrorant Vicino“ standen die Ehrungen verdienter und langjähriger Aktiver der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz. Die Vorsitzende Senta Lechner und Schriftführerin Katharina Bergmann sprachen jeweils die Laudatio und übergaben neben den Urkunden und Ehrennadeln auch schmackhafte und praktische Geschenke. Seit sage und schreibe 50 Jahren ist Alois Dirnaichner als Retter am See aktiv. Er hatte 1971 den Fortbestand der Wasserwacht gesichert und gilt als Gründer der jetzigen Gruppe.

Rückblick
auf schwierige Zeit

Nach seiner Ehrung blickte er auf die schwierigen Jahre damals zurück. „Aber es hat sich gelohnt, wenn ich sehe, wie versiert die jetzige Wachtruppe am See agiert.“

Seit 1979 ist Hartmut Mandetzky Arzt der Schnaitseer Wasserwacht. „Er hat uns ebenso wie der Alois unwahrscheinlich viel gelernt. Er ist schier unverzichtbar am See. Er ist auch bekannt als Herrscher über die Schnaitseer Tauchreviere und als Begleiter vieler Veranstaltungen. Er war Tag und Nacht zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.“ Da er jetzt auf eigenen Wunsch als Wasserwachtarzt ausscheidet, wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Für 45 Dienstjahre wurden Bernhard Edlmann und Hubert Auer geehrt, Seit 40 Jahren ist Peter Lepschy aktiv. Urkunden für 30 Jahre am Weitsee erhielten Tine Dettenbeck und Hans Fritz. Seit 15 Jahren sind Katharina Bergmann und Pascal Auer dabei. Zehn Jahre Wachdienst haben bereits Samuel Auer, Andreas Kaltenhauser, Angelika Kebinger und Jonathan Auer hinter sich.

Zweiter Bürgermeister Franz Rieperdinger gratulierte ebenfalls und dankte für die viele Freizeit, die von den Wasserwachtlern für den Dienst am Nächsten am Weitsee verbracht wird: „Lieber Alois, lieber Hartmut, Ihr habt zusammen mit den weiteren Mitgliedern wirklich viel geleistet. Ihr seid eine echte Lebensversicherung für die Badegäste. Die vielen Jugendlichen, die heute da sind, zeigen, dass die Zukunft der Wasserwacht in guten Händen liegt.“

Im Rückblick auf die Badesaison des Jahres 2022 konnte Senta Lechner von insgesamt 991 geleisteten Stunden für den Wachdienst, für Arbeitseinsätze für Übungen und für Fortbildungen berichten. Es mussten fünf Erste-Hilfe-Leistungen bei leichten Verletzungen erbracht werden. „Immer beliebter wird das Neujahrsschwimmen am See.“

Technischer Leiter Jonathan Auer berichtete von acht Gruppenstunden, der Teilnahme am Rot-Kreuz-Tag und von einer Reanimationsschulung in Obing. Derzeit hat die Wasserwacht 17 aktive Erwachsene.

Hütte für den
Sommer fit machen

„In 40 Gruppenstunden waren die 24 Jugendlichen 1703 Stunden bei der Wasserwacht“, berichtete Jugendleiter Pascal Auer. Im Rahmenprogramm neben der Heranführung an die Aufgaben der Wasserwacht standen auch ein Zeltwochenende am See, Bootfahren in Obing oder Eislaufen an der Turnhalle auf dem Programm.

Am 23. April wird die Wachhütte für den Sommer fit gemacht, am 8. Juli findet ein großer Wasserwachttag am See statt, am 15. Oktober wird die Hütte wieder eingewintert und eine Woche später wollen die Wasserwachtler auf eine Berghütte fahren. Zum Schluss der Versammlung wurde in loser Runde noch der Wachplan für die Badesaison durchdiskutiert.

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